Archives for the month of: Juli, 2007

Ein Gottesdienst braucht ein Spaßelement

Viele Nichtchristen oder unbeteiligte Jugendliche sind der Meinung Kirche – und damit Gott ist langweilig. Gott gab uns die Fähigkeit zu lachen und wir sollten das nicht als gottlos ansehen.
Wenn du eine Veranstaltung schaffst, die Jugendlichen Spaß macht, dann ist es wahrscheinlicher, dass sie zu dir und deiner Botschaft Zugang finden. Wenn ich einen Jugendlichen lachen sehe, dann sehe ich einen Jugendlichen, der bereit dafür ist zu erkennen, dass die Quelle seines Lachens der Schöpfer der Freude ist – Gott selbst.
Wenn du dieses Prinzip anwendest, dann unterscheide zwischen Spaß und Klamauk. Freude und Humor sind nicht das Gleiche. Versuch nicht, etwas sein zu müssen, das du gar nicht bist, aber arbeite daran, eine Atmosphäre zu kreieren, die Spaß macht.

Ein Gottesdienst brauch die Mitarbeit von Jugendlichen

Wenn Jugendliche die Möglichkeit haben, sich mit und für jemanden oder etwas zu engagieren, das sie mögen, dann wird es ihnen leichter fallen, sich auch auf anderen Gebieten weiter zu entwickeln.
Bei einem Programm sollte also gefragt werden, ob es etwas gibt, was die Jugendlichen selber tun können. Bei einem Theaterstück, Video, Sketch oder Ähnliches werden Jugendliche gesucht, die das realisieren kann.
Hilfreich wäre es für verschieden Bereiche Teams aufzubauen, z.B. Theaterteams, Video- und Medienteams, Musikteams, Freizeitteams, Begrüßungsteams. Diese Teams bieten an sich einen einfachen Einstieg in die Mitarbeit, da sie locker unter Beziehungen entstehen und man nicht in das kalte Wasser geworfen wird.
Bei solchen Teams könnten auch kirchendistanzierte Jugendliche mitmachen. Wenn z.B. jemand, nennen wir ihn Tim, zu einem Gottesdienst kommt und von der Musik begeistert ist und auch selbst Musik macht, dann könnte er in das Team mit einsteigen. Dies bietet auch eine Möglichkeit Gott zu begegnen, wenn der Teamleiter z.B. jedes Teamtreffen mit einem Gebet und einer Andacht anfängt.

Held

Die Helden Gottes

In dem 11. Kapitel von 1. Chronik werden Personen geschrieben, die im Dienste des Königs David standen. Genauer gesagt waren dies die Helden Davids. Normalerweise kannte ich nur Helden, bzw. Kriegshelden aus irgendwelchen mittelalterlichen oder antiken Kriegsfilmen wo Männer mit richtigen Kanten ihre Mitmenschen anführten.

Aber Nein, Helden gab es irgendwo in jedem Königreich, also auch in Davids Königsreich. Da gibt es z.B. den Joschobam, der zu den 3 der 30 Helden gehörte. Er stand auf einen Feld und erschlug 300 Phillister wie nichts. WOW… starke Sache.

Aber worum es mir eigentlich geht ist, dass es in Gottes Reich genauso Helden gibt. Und um solch ein Held zu sein, muss man keine Kante sein und “300 Phillister” wie Fliegen erschlagen. Nein, jeder kann ein Held Gottes sein, weil sobald du etwas im Reich Gottes tust, bist du ein Held bist.

Das Reich Gottes, die Gemeinde Gottes ist wie ein Körper, bestehend aus vielen Teilen. Auch obwohl einige Teile ganz unscheinbar sind, sind sie doch bedeutend und wären sie nicht da, würde etwas im Körper nicht funktionieren.

1.kor. 12,18
Gott hat unseren Körper mit vielen Gliedern und Organen geschaffen und jedem Körperteil seinen Platz gegeben, wie er es wollte.

Das heißt also es ist egal was du machst, ob du jetzt predigst und sich Massen für jesus entscheiden oder ob du nur den Gemeindehof pflegst. Du tust damit etwas für Gott und dadurch bist du ein Held.

Viel zu oft komme ich als Christ in die Gefahr zu vergleichen, auf Personen zu schauen, bei denen anscheinend so viel passiert. Das mag auch so sein und ich kann mir bei vielen Personen eine Scheibe abschneiden. Aber das schlimme ist, dass man dann oft versucht nachzuahmen und das geht so gut wie nie, dadurch wird man nur deprimiert und denkt Gott kann mich nicht gebrauchen. Dies ist aber Quatsch! Gott gebraucht dich und mich auf seine gewisse Art und Weise, und das einzige was ich tun muss bereit zu sein, mich gebrauchen und formen zu lassen.
Dann segnet Gott und wird großes mit dir tun, und warum?
Weil du ein Held Gottes bist!

logogif.jpgAm Freitag ist das erste active-zone in Bielefeld zu Ende gegangen und ich muss sagen, ich bin einfach nur begeistert :D Was active-zone ist, hatte ich hier schon beschrieben.
Egal was passiert ist, es hat irgendwie alles geklappt und Gott hat großes in dieser Woche gemacht. Von Montag bis Freitag kamen immer kontinuierlich mehr Kids&Teens.
Am Dienstag hat es voll geregnet, was aber irgendwie gar nicht tragisch war, wir sind mit den Kids einfach ins Gemeindehaus umgezogen und haben dort die Workshops durchgeführt und ein Kickerturnier veranstaltet. Ansonsten gab es an den anderen Tagen immer das passende Wetter.
Am Abend sind wir von der Schule mit den Kids gemeinsam für das Abendessen zum Gemeindehaus gegangen. Dann gab es die Abendveranstaltung mit Fotos vom Tag, einer Siegerehrung, Kinderstunde und Teentime.
Die Teentime haben wir so gestaltet, dass wir zu einem Thema eine Art Gesprächsrunde hatten, die dann mit einer Ausgangsfrage abgeschlossen wurde und an die dann im Nachtcafe angeknüpft wurde. Für das Nachtcafe wurde ein Raum im Gemeindehaus schön und chillig mit Sofas und Snacks fertig gemacht, wo man dann den Abend ausklingen konnte, etwas ernsterer Gespräche führen konnte oder sich einfach gut kennengelernt hat.

Einige von den Kids wollen jetzt auch zur Teeny und Jungschar kommen, was wirklich sehr cool ist und ich irgendwie gar nicht erwartet hatte.

Insgesamt kam active-zone in Bielefeld sehr gut an, einige von den Kids haben schon seit 10 Uhr (laut ihrer eigenen Aussage ;-) ) auf dem Schulgelände gewartet und fast geheult, als es dann am Freitag zu Ende war. An ihrer Stelle sollten wir das die ganzen 6 Wochen in den Schulferien machen. Einige Eltern die vorbeigekommen sind waren auch davon begeistert und uns ermutigt das weiter zu machen.

Projekte wie active-zone können eigentlich in jeder Stadt durchgeführt werden, Kinder gibt es eigentlich überall. Das einzige was dazugehört sind einige, mit viel Liebe ausgestatteten, Mitarbeiter. Ideen für Sportaktionen, Workshops lassen sich relativ schnell finden.

Einige Bilder habe ich bei Flickr hochgeladen und die könnt ihr euch unten anschauen.

In den letzten Tagen habe ich ja nicht wirklich was produktives hier schreiben können, habe einfach momentan bisschen was um die Ohren. Und zwar handelt es sich um das Projekt “active-zone”.
active-zoneEntstanden ist das Projekt in Köln-Ostheim einem sozialen Brennpunkt. Es handelt sich hierbei kurz gesagt um eine missionarische Teenagerarbeit, die es (wenn mich nicht alles täuscht) seit 7 Jahren gibt. Dies Jahr wurde dann auch ein Jugendzentrum direkt in der Mitte des Ortes eröffnet, das super läuft und wodurch die Teenys eine super Zeit verbringen können.

Letztes Jahr waren zwei Freunde und ich auch dabei und haben dort mitgearbeitet. Ich hatte hier auch schon kurz davon erzählt.

Unsere Jugend und wir drei haben uns davon motivieren lassen und daher wollen wir dies Jahr active-zone in Bielefeld starten. Bielefeld hat zwar nicht wirklich soziale Brennpunkte, aber genauso Teens die Gott liebt und für die er eine Botschaft hat.

Kurz noch ein paar Takte zu dem Projekt an sich:

Was ist active-zone?

active-zone ist ein Ort, an dem Jugendlichen zwischen 14 und 19 Jahren attraktive und sinnvolle Freizeitbeschäftigung geboten wird. Hier werden Kontakte geknüpft, verschiedene Sportarten/ Workshops und das offene Ohr der Mitarbeiter geboten.

Wir möchten…

  • in einem geschützten Rahmen sinnvolle Freizeitbeschäftigung bieten
  • auf den Glauben an Gott hinweisen und christliche Werte nahe bringen
  • Beziehungsfähigkeit fördern
  • präventiv gegen Gewalt vorgehen
  • Integration betreiben

Bei allen Programmpunkten steht der persönliche Kontakt im Vordergrund. Jeder Mitarbeiter ist bereit, dem Teenager seine Aufmerksamkeit, sein Vertrauen und seine Hilfe anzubieten.

Für active-zone also hatte ich in den letzten Tagen einiges zutun und werde auch noch zutun haben. Deswegen braucht ihr euch nicht zu wundern, wenn ich in der nächsten Woche nicht schreiben werde ;-)
active-zone-flyer.jpg

Das ganze wird ab Montag den 23 Juli laufen. Die Teens werden täglich so ca. ab 15 Uhr kommen. Dann werden wir mit ihnen zusammen die Turniere veranstalten, Workshops haben und abgeschlossen wird das ganze Abends im Gemeindehaus mit einem deftigen Abendessen, Siegerehrung, Botschaft und anschließenden Snacks.

Wäre cool, wenn ihr auch dafür beten könntet, wir wissen nämlich nicht wirklich was uns erwartet. Ich bin total gespannt wie es sein wird, wie das Wetter mitspielt, wie die Teens drauf sind und wie sonst alles läuft…