Ein Leiter ist nicht so gut, wenn die Leute ihm gehorchen und ihn feiern. Er ist schlecht, wenn die Leute ihn insgeheim verachten. Ein Leiter ist am besten, wenn die Leute kaum wissen, dass er existiert.
Laotse aus dem 6. Jahrhundert vor Christus
Ein Leiter ist nicht so gut, wenn die Leute ihm gehorchen und ihn feiern. Er ist schlecht, wenn die Leute ihn insgeheim verachten. Ein Leiter ist am besten, wenn die Leute kaum wissen, dass er existiert.
Laotse aus dem 6. Jahrhundert vor Christus

Lukas 15,8-10
V.8 Oder nehmt einmal an, eine Frau hätte zehn Drachmen und würde eine verlieren. Würde sie nicht eine Lampe anzünden und das ganze Haus auf den Kopf stellen, bis sie sie gefunden hätte?
V.9 Und wenn sie sie gefunden hätte, würde sie nicht ihre Freundinnen und Nachbarinnen rufen, damit sie sich mit ihr freuen, dass sie ihre verlorene Münze wiedergefunden hat?
V.10 Genauso herrscht Freude bei den Engeln Gottes, wenn auch nur ein einziger Sünder bereut und auf seinem Weg umkehrt.”
Das 15. Kapitel des Lukasevangeliums fängt damit an, dass die Pharisäer und Schriftgelehrten darüber murren, dass Jesus mit Sündern und Zöllnern zusammen ist und sogar mit ihnen zusammen isst.
Darauf hin erzählt Jesus drei Gleichnisse; das Gleichnis vom verlorenen Schaf, vom verlorenen Groschen und vom verlorenen Sohn.
Jesus will ihnen durch diese Gleichnisse verdeutlichen wofür Gottes Herz schlägt, nämlich für die verlorenen Schafe, Groschen oder Söhne, kurz gesagt für die verlorenen Menschen.
Gott will uns dabei benutzen. Im Gleichnis zündet die Frau ein Licht an und sucht anhand dieses Lichtes die ganze Wohnung ab. Jesus sagt in Matth. 5,14: “Ihr seid das Licht der Welt…” Was heißt das nun? Gott will uns benutzen um die Menschen in unserer Umgebung zu finden und sie zu Gott zu benutzen. Und wen du denkst, dass du nichts kannst und wie soll dich Gott überhaupt benutzen dann lies das hier!
Was aber auch noch dazu gehört, bevor wir uns so richtig von Gott benutzen lassen können, ist das wir die Sicht Gottes für diese Menschen kriegen. Denn erst dann werden wir uns richtig mit den Engeln im Himmel zusammen freuen können, wenn sich ein Mensch zu Gott umkehrt.
Die Sicht von Jesus, welches auch die Sicht Gottes ist, wird aus zwei Versen deutlich:
Matth. 9,36
Als er die vielen Menschen sah, hatte er Mitleid mit ihnen; denn sie waren müde und erschöpft wie Schafe, die keinen Hirten haben.
Lukas 4, 18-19
Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.
Dies ist die Sicht Gottes, es schmerzt ihn wenn er seine Schöpfung verloren sieht.
Doch wie kann ich die Sicht Gottes bekommen? Ich denke in erster Linie, wenn je mehr Zeit ich mit Gott verbringen umso mehr wird er mein Herz durch seinen Geist erfüllen. Wenn dies geschieht, dann werde ich zunehmend die Sicht Gottes für die Menschen in meiner Nachbarschaft, in meinem Dorf, in meiner Stadt, in meinem Land und in der ganzen Welt bekommen.
Eine zweite Sache die ich noch kurz erwähnen möchte ist die Reaktion auf die Bekehrung eines Menschen. Die Engel im Himmel feiern ein riesiges Fest, wenn sich jemand zu Gott bekehrt, wieso sollten wir das nicht auch machen? Eine dicke Party feiern und sich für diese Person freuen, von ganzem Herzen!
“Ich habe heute drei Dinge, die ich gerne sagen möchte. Erstens: Während du heute Nacht geschlafen hast, sind 30.000 Kinder verhungert oder an den Folgen von Unterernährung gestorben. Zweitens: Die meisten von euch interessiert das einen Scheiß. Und das Schlimmste ist drittens, dass ihr euch mehr daran stört, dass ich “Scheiß??? gesagt habe als daran, dass heute Nacht 30.000 Kinder gestorben sind.???
Tony Campolo
[via Artur siegert]
„Nicht durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist, spricht der HERR der Heerscharen.“
Sacharja 4,6
Bei Gott gilt nicht das Recht des Stärkeren. Bei ihm gilt vielmehr: Gott kommt mit den Schwachen zum Ziel!
Genau das ist die Botschaft von Pfingsten. Wir feiern, dass wir den täglichen Aufgaben und Herausforderungen gewachsen sind. Und zwar nicht aus Gründen, die in unseren persönlichen Möglichkeiten und Fähigkeiten liegen. Weil wir so tolle Hechte wären, die es drauf hätten. Weil wir so sozialkompetent wären. So redegewandt. So intelligent. So begabt. Ganz im Gegenteil: wir sind den täglichen Herausforderungen – der Begegnung mit den Kollegen, der Erziehung unserer Kinder, den negativen Leidenschaften und Gedanken in uns – deswegen gewachsen, einzig weil Jesus Christus sich nicht zu schade ist, durch seinen Geist in uns zu wohnen – „durch meinen Geist!“ Das gilt Dir und mir, wenn wir uns ihm anvertrauen!
In der Kraft Gottes zu leben bedeutet nun aber nicht, gerade so über die Runden zu kommen und es im Leben ein bisschen leichter zu haben. Das wäre ein grauenhaftes Missverständnis. Es geht – einmal mehr – gar nicht so sehr um uns. In der Kraft Gottes zu leben bedeutet, zu einem Leben befähigt zu sein, das Gott ehrt, das ihm gefällt und ihm Freude bereitet!
Das ist der Blickwinkel von Pfingsten: machtvoll befähigt, Gott zu ehren! Die Launen des Vorgesetzten in der Kraft Gottes zu ertragen, um Gott damit zu ehren. Sich in der Kraft Jesu zurückhalten können, wo Menschen uns verletzen oder ungerecht behandeln, um Gott damit zu ehren. Eine hartnäckige Sucht in der Kraft Jesu zu durchbrechen, um Gott damit zu ehren. Letztlich: ein Leben in der Liebe zu führen, damit Gott in allem geehrt wird! In der Kraft Gottes zu leben meint also ein Leben in einer ganz anderen, einer im eigentlichen Sinn des Wortes „unmenschlichen“ Qualität: zu geben, wo uns genommen wird. Zu lieben, wo uns Hass entgegen schlägt. Warten zu können, wo wir gerne eine schnelle Lösung hätten. Das alles, damit Gott geehrt wird.
Gott eröffnet uns in Pfingsten den Blick für die machtvolle Wirklichkeit und Wirksamkeit des Heiligen Geistes: Gott befähigt uns in der Kraft des Heiligen Geistes zu einem Leben der Liebe. Das ist so grossartig. Das ist wirklich Grund, Pfingsten – das Fest der Ausgiessung des Heiligen Geistes – ganz bewusst und dankbar zu begehen.
Posted by Reini
[via inputs]