Das Gute an Kleingruppen
Das Wort von Paulus an die Thessalonicher könnte ein Werbeslogan für Kleingruppen sein: „Ich hatte solch eine Zuneigung zu euch, dass ich bereit war, nicht nur Gottes Gute Nachricht mit euch zu teilen, sondern auch mein eigenes Leben. So lieb hatte ich euch gewonnen (1. Thess. 2,8)
In den Gruppenveranstaltungen teilen wir das Evangelium mit den Jugendlichen, in den Kleingruppen teilen wir unser Leben.
Kleingruppen ermöglichen persönliche Beziehungen
Jugendliche mögen es ab und zu auch anonym irgendwo dabei zu sein. Wenn man sie aber vor die Wahl stellen würde, ein unbekanntes Gesicht oder ein wohl bekanntes Mitglied einer kleinen Gruppe zu sein, würden sie sich garantiert für das letztere entscheiden.
Als Jugendleiter kennt man wahrscheinlich viele Leute und auch alle Jugendlichen der Jugendgruppe, aber die Mitglieder der Kleingruppe kennt man wirklich, mit all den Schwächen und Stärken, Konflikten, Ängsten und was in deren Familien läuft. Diese Intimität ist der Grund, warum wir gleichzeitig größer und auch kleiner werden wollen – größer durch Wachstum und kleiner durch die Kleingruppe.
Gerade wenn die Jugendgruppe immer größer wird, brauchen die Jugendlichen umso dringender eine kleine ihnen wohlbekannte Gruppe
Kleingruppen ermöglichen Jugendlichen, sich mitzuteilen
Während einer größeren Veranstaltung werden die meisten Jugendlichen der Predigt zuhören und auch wenn sie Möglichkeit haben ihre Meinung weiterzugeben, so werden doch die meisten ruhig auf ihren Plätzen sitzen bleiben.
In einer Kleingruppe ist dies anders. Dort herrscht eine Atmosphäre des Vertrauens, wo auch mal andere Fragen und Aussagen gefragt und gemacht werden können.
Kleingruppen ermöglichen Jugendlichem, ihren Glauben für sich persönlich zu entdecken
Kleingruppen machen die persönliche Anwendung des Glaubens möglich. Viele Predigten gehen bei der Anwendung nicht genug in die Tiefe. In Kleingruppen können Anwendungen diskutiert, vertieft und im Nachhinein auch ausgewertet werden.
Der Inhalt der Bibel muss besprochen und auf das Leben übertragen werden. Viele persönliche Erlebnisse und Geschichten können gemeinsam dazu beitragen, dass dies gelingt
Kleingruppen ermöglichen verantwortliche Beziehungen
Das Teilen und Teilhaben öffnet in einer Kleingruppe die Tür zur Verantwortlichkeit. Wenn ein Jugendlicher ankündigt, er werde eine Anwendung ausprobieren, so kann er fast sicher sein, dass der Rest der Gruppe ihn nächste Woche danach fragen wird. Als Christ zu leben, ist zu schwierig um es alleine schaffen zu können. Hier bei ist wichtig, dass man einander die Sünden bekennt (Jak. 5,16)
- dem anderen dient (Gal 5,13)
- den anderen akzeptiert (Röm 15,7)
- dem anderen vergeben (Kol 3,13)
- den anderen grüßen (Röm 16,16)
- die Lasten des anderen tragen (Gal 6,2)
- sich um den anderen kümmern (Röm 12,10)
- den anderen ehren (Röm 12,10)
- den anderen unterrichten (Röm 15,14)
- uns dem anderen unterordnen (Eph 5,21)
- den anderen ermutigen (1 Thess 5,11)
In dem Bereich hab ich einiges von den Jumis (Wiedenest) bzw. gelernt. Bin von Kleingruppe überzeugt … unter bestimmten Voraussetzungen … z.B. das man gleichgeschlechtliche Gruppen hat, Gruppengröße, …
Hi Christian,
auf jedenfall gibt es einige Voraussetzungen. Ich denke die Gruppe darf max. 8 Personen umfassen.
Wenn es sich um eine “Schulungskleingruppe”, d.h. in der geht es um den Bereich der Jüngerschaft als um die Gemeinschaft, denke ich, dass es Mädels und Jungs auch zusammen in einer Kleingruppe aushalten können. Zwanghaft herbeiführen bringt aber so ziemlich gar nichts….