… zu wissen was die Teens, was die Jugendlichen beschäftigt, was bei ihnen abgeht, wie und worüber sie reden. Darüber hat Tim schon mal etwas geschrieben und das ist mir beim lesen dieses Zitats bewusst geworden:

Die große Illusion von Leiterschaft ist der Gedanke, dass jemand Menschen aus der Wüste führen könnte, der selber noch niemals dort war.
Henri Nouwen

Wenn Jugendlichen geholfen werden soll, wenn man sie prägen will, dann muss man wissen was bei ihnen abgeht und dies kann nur geschehen, wenn man sich Zeit dafür nimmt. Es geht bei Jugendarbeit in erster Linie um die Menschen, um die Jugendlichen, es geht um die Beziehungen.
Das kann bei den ganzen Meetings, Berichten, Event- und Projektplanungen, bei Ausarbeiten von Konzepten, Auseinandersetzungen mit Eltern und evtl. auch der Gemeindeleitung total ins Rampenlicht gerückt werden.

Daher ist es wichtig sich das immer wieder bewusst zu machen, feste Zeiten für die Jugendlichen einzuplanen und immer ein kleinen Puffer frei zulassen, falls ein spontanes Gespräch mit jemandem geschieht.

Ein weiterer Punkt ist nicht alle Jugendlichen über einen Kamm zu scheren. Nicht bei jedem Jugendlichen, der z.B. eine seelsorgerliche Frage nennt (auch wenn alle die gleiche Frage nennen), die gleiche Methode bzw. Antwort geben. Die Jugendlichen sind immer unterschiedlich, weil Gott sie auch unterschiedlich geschaffen hat. Das sieht man nicht nur am Aussehen sondern am Charakter, an den Eltern und an den Geschwistern, an dem Wohnort, an der Schule etc. Dies sind alles Dinge die man sich bewusst machen muss und je nachdem wie viele Jugendliche in der Jugendarbeit integriert sind, muss man sich was geschicktes einfallen lassen um den Überblick nicht zu verlieren. Eine Möglichkeit ist z.B. Highrise.

P.S.
Der Peter Aschoff schreibt hier gerade über Henri Nouwen.