Alle Jahre wieder fängt auch dies Jahr die Jugendarbeit in meiner Gemeinde an, bzw. hat jetzt schon angefangen. Dies Jahr darf, kann, soll ich die Kleingruppen (bitte, wenn jemand ein besseres Wort dafür findet, gebe ich einen aus
) organisieren und den Überblick behalten.
Kleingruppen an sich faszinieren mich und ich glaube eine Art Kleingruppen sollten es in jeder Jugendarbeit und Gemeinde geben. Die Bedeutung von diesen Kleingruppen kann glaub ich ziemlich schnell in Vergessenheit. Mich würde mal interessieren ob es Kleingruppen in euer Gemeinde/Jugendarbeit gibt, wie die organisiert werden, wer leitet und was inhaltlich so behandelt wird.
In unserer Jugendarbeit war so, dass die meisten Kleingruppen auf ein Jahr ausgelegt waren, da einige Kurse, oder Bücher die behandelt wurden in einem Jahr fertig bearbeitet wurden.
So richtig davon begeistert war ich noch nie, da es je nachdem welche und wie viele Leute in der Kleingruppe sind, es erst dauert bis einander geöffnet wird. Oft ist die Atmosphäre nach einem Jahr ziemlich gut geworden und die Kleingruppe dann zu beenden war nicht immer glücklich.
Dies Jahr gibt es zum ersten Mal auch Kleingruppen, die das zweite Jahr ansteuern. Höchstwahrscheinlich liegt dies daran, dass es keine Kleingruppen sind, in denen etwas festes behandelt wurde.
Kleingruppen sind an sich eine super Sache und eine gute Möglichkeit für Personen auszuprobieren ob der Bereich der Leitung und Lehre etwas für einen ist. So war es bei mir persönlich, zum ersten Mal mit Leitung und kurzen Botschaften halten, kam ich durch eine Kleingruppe in Berührung.
Aber oft ist es so das sich nicht wirklich automatisch Kleingruppenleiter melden und Bereit sind eine Kleingruppe zu leiten. Es ist oft schwierig Leute dafür zu begeistern, weil oft auch Denken besteht man muss erst eine gewisses Maß an “Heiligkeit” an geistliche Reife haben um in dem Bereich etwas zu machen.
Ich habe mir also darüber mal etwas Gedanken gemacht und eine Art “Mentoringkonzept” für Kleingruppen ausgedacht. Ist nichts großes aber bin gespannt ob das überhaupt funktioniert. In meiner Jugendgruppe wird so etwas zum ersten Mal so richtig bewusst ausprobiert.
Mehr aber dazu ein anderes Mal. Momentan muss ich schauen ob ich überhaupt noch Zeit finde zum bloggen, also wundert euch nicht, denn mein bester Freund heiratet, meine Schwester heiratet und irgendwie nimmt das alles doch etwas Zeit ein…
Eine Sache darf ich euch aber ankündigen und zwar wurde das ebook für Jugendarbeit übersetzt (von wem das gemacht wurde, verrate ich euch noch…) und dies werde ich demnächst veröffentlichen.
Hi Schrotty,
“In unserer Jugendarbeit war so, dass die meisten Kleingruppen auf ein Jahr ausgelegt waren”
Ehrlich gesagt, mir ist das neu und ich finde es ziemlich krass, Kleingruppen in der Jugendarbeit von vornherein mit einem Ende zu definieren.
Wir haben in unserer Gemeinde drei sog. Jugendhauskreise (JHK), wobei einer als Folge von JesusHouse 2004 entstanden ist (Name: JesusCouch)
Die Themen werden in gewissen Zeiträumen immer gemeinsam abgestimmt, je nachdem was für die jeweilige Gruppe gerade ‘dran’ ist.
Ich halte das rein zweck- und zielorientierte Denken für solche Gruppen heutzutage für nicht wirklich tragend.
Vielmehr sehe ich darin die Chance, tragfähige Glaubensgemeinschaften herauszubilden, in denen und aus denen heraus viel passieren kann. Gerade weil im Jugendbereich sehr viel bei den Leuten in Wachstum und Umbruch ist.
Daneben ist jede Kleingruppe für mich ein eigenständiger, individueller Organismus. Keine Gruppe ist wie die andere, weil die Leute andere sind.
Das zu sehen und zu verstehen und damit umgehen zu können, scheint mir heutzutage von immens großer Wichtigkeit. Ist aber eine Herausforderung!
Wenn man mit dieser Sicht herangeht, muss man schauen, was jeweils entsteht (irgendwie emergent). Von vornherein ein bestimmtes, gleiches Konzept für alle Kleingruppen zu fahren und quasi von außen aufzudrücken, halte ich für blockierend, wenn nicht gar tödlich für die Gruppenentwicklung.
Zum Thema Gruppenwachstum und Gruppenteilung kannst du hier ein Statement von mir lesen:
http://mentalrover.blogspot.com/2007/06/vier-bereiche-der-zugehrigkeit-und.html
Bei uns entstehen gerade zwei neue Kleingruppen in einem Jugend-Alphakurs.
Als Leiter sind dort auch Leiter bzw. Teilnehmer aus einem bisherigen JHK “entsandt”, die ihnen diese Kleingruppenarbeit schmackhaft machen und zeigen, “wie es geht”.
Hi danke für deine ausführliche Antwort. In was für eine Gemeinde gehst du denn?
Ich persönlich halte auch nichts davon eine Kleingruppe auf ein Jahr zu begrenzen, wobei man dabei dann immer schauen muss was das für eine Kleingruppe ist. Bei einem Schulungskurs wäre das wahrscheinlich nicht so das Problem.
“In was für eine Gemeinde gehst du denn?”
Zum Hoster eines stadtbezogenen JesusHouse Forums
Hi Mentalrover (wie heißt du eigentlich richtig, ist komisch so zu schreiben
)
Mich würde mal interessieren wie bei euch Kleingruppen in der Jugendarbeit genau funktionieren. Wie entstehen neue Kleingruppen, bzw. wie ist das mit Kleingruppenleitern bei euch? Versucht ihr ganz bewusst welche heranzubilden oder ergeben Personen sich von selbst aus bestehenden Kleingruppen, die dann eine weitere Kleingruppe leiten?
P.S. wie groß ist eure Gemeinde und die Jugendgruppe?