Versicherungsvertreter

Der Christ, ein Versicherungsvertreter? Fünf Vorurteile über Christen #2

„Nein, Danke, ich möchte meine Versicherung nicht wechseln! Nein, in meiner Familie gibt es auch niemanden, der eine eigene Versicherung abschließen möchte, wir mögen es alle lieber billig als teuer. Tschüss und bloß nicht auf Wiederseh’n“. Genervt mache ich die Haustür wieder zu. Einen ruhigen Abend stelle ich mir anders vor. Hausierer sollten nach 18 Uhr verboten sein und davor am besten auch. Nachdem ich mich wieder beruhigt habe, denke ich: „Was für ein ätzender Job. Bin ich froh, dass ich kein Versicherungsvertreter bin.

Es gibt allerdings Momente, in denen ich mich ein bisschen wie ein Versicherungsvertreter fühle. Nämlich oft dann, wenn ich anderen von meinem Glauben erzähle und das Gefühl habe, ich würde etwas verkaufen. Das ist meist dann der Fall, wenn ich denke: „Als Christ muss ich doch anderen von meinem Glauben erzählen!“. Das haben die anderen dann auch gespürt und mir die Tür zu ihrem Herzen auch direkt vor der Nase zugemacht.

Das Bild vom Versicherungsvertreter spukt sicher vielen im Kopf herum, wenn sie an Christen denken. Und zwar auch wegen der Art und Weise, wie oft von Gott erzählt wird. Manchem erscheint der christliche Glaube nichts anderes zu sein als eine Versicherungspolice, die mich vor allen Eventualitäten versichern soll, die das Leben und das Leben nach dem Leben so mit sich bringt.

Dabei ist der christliche Glaube doch viel mehr: Er will mich herausfordern, meine Grenzen zu verlassen und auf den zu zählen, der mich grenzenlos liebt. Dass Gottes Liebe keine Grenzen kennt und ihm kein Versagen zu schwer ist, hat er mit Jesus am Kreuz gezeigt.

Je mehr mich aber der Glaube selbst begeistert, umso leichter fällt es mir, von meinem Glauben zu erzählen. Es geht ja auch nicht darum etwas zu verkaufen, sondern darum etwas zu verschenken: Nämlich ein Stück der Liebe, die ich selbst immer wieder jeden Tag von Gott erfahre.

[via glaube24.de]