Ich habe euch ja hier das Buch “150 Tipps und Tricks für die Jugendarbeit” vorgestellt.
Ich habe nach und nach das Buch durchgelesen und wollte nun ein paar von diesen Tipps an euch weitergeben:
- Zeige und signalisiere, dass du verfügbar bist. Vermittle den Jugendlichen nicht den Eindruck, dass du sehr beschäftigt bist und keine Zeit für sie hast, auch wenn das in Wahrheit so sein sollte.
- Führe über alle Jugendlichen eine kleine Kartei (beachte den Datenschut!). Nimm darin Familiendaten und persönliche Informationen, statistische Ergebnisse, Fotos, Notizen aus persönlichen Gesprächen oder Interviews und sonstige Beobachtungen auf. Behandle dies alles streng vertraulich! Das wird nicht nur ein Gewinn für dich in deiner Arbeit sein, sondern auch für deinen Nachfolger ein gutes Geschenk sein.
- Lerne die Kunst der “Spontaneität”! Rufe Jugendlichen an und lade sie am nächsten Tag zum Baden an den Strand, zu einer kleinen Wanderung oder ins Kino ein. Mach ab und zu etwas Unerwartetes und Unvorhersehbares.
- Lerne auch mal “Nein” zu sagen! Nimm dir Zeit für deine Familie, diene Interessen außerhalb der Jugendarbeit und für dein persönliches Wachstum.
- Zuhören ist wichtig! Halte dich auch mal mit deiner Meinung zurück und höre einfach nur zu. Auf diese Weise wirst du unter Umständen viel hilfreicher sein. Oft müssen die Kids/Jugendlichen erstmal was loswerden.
Das mit der Kartei finde ich recht interessant, aber andererseits auch grenzwertig, ist das nicht ein bißchen viel was man da anlegt? Würde da für dich auch sowas wie Seelsorge reinzählen was man kartiert, wie weit soll das gehen?
Hey
also bedarf es bei der Anlegung und Haltung der Kartei ein gutes Feingefühl, wie gesagt, nicht jeder sollte die Kartei in die Finger bekommen.
Also Seelsorge würde für mich nicht da reinzählen, weil dies bisschen was anderes ist.
Ich denke was am besten wäre, wenn man so Stärken, Gaben, Einsatz/Fördermöglichkeiten festhält. Dann auch noch wie sich die Person entwickelt, bzw. was sie vllt. schon an Aufgaben erldedigt hat.
ja, das finde ich auch gut…klang nur ein bißchen zweideutig, notizen aus persönlichen gesprächen
Da hast du total recht, kann sich auf den ersten Blick etwas komisch anhören. Aber im Grund genommen ist es das man z.B. Interessen des Anderen in einem Gespräch aufschnappt, die man dann nachher evtl. verwenden kann, fördern kann etc.