Ich habe mir zuletzt zu einem Bereich der Jugendarbeit Gedanken gemacht, und zwar zum Bereich der Gaben, Gabenentwicklung bzw. Gabenfindung und Gabeneinsatz.
683316_96820064.jpgIch denke, dass es in jedem Leben eines Christen den Tag, oder eine Zeit gibt, wo er anfängt zu fragen: “Was kann ich überhaupt? Wo kann ich mich einsetzen?” Es gibt einige glückliche Christen, die das herausfinden und sich in dem Bereich oft auch fast von alleine weiterentwickeln.
Die Mehrheit jedoch wird sich nicht wirklich sicher sein, was genau sie jetzt für Gaben haben. Wenn man danach fragt, dann kriegt man oft nur zweifelnde und grübelnde Gesichter zurück, bzw. nicht wirklich genau Antworten. Ich denke jeder von uns kennt das in irgendeiner Art und Weise. Entweder hat man das bei sich selbst erlebt oder man erlebt das bei anderen Menschen. Bei mir war es auf jedenfall schon der Fall, dass es eine längere Zeit gebraucht hat, bis ich herausgefunden habe, was meine Stärken und Schwächen sind, wo ich mich am besten einsetzen sollte. Wahrscheinlich werde ich mir bis zum Ende meines Lebens auch nicht 100%ig sicher sein, aber so ungefähr weiß ich das schon.

Ich habe in dem ganzen Prozess aber gemerkt, dass es super wichtig ist zu wissen, welche Gaben, Stärken und Schwächen man hat und daher will ich Menschen dahingehend auch so gut wie möglich helfen.

Nun aber zum eigentlichen Thema das Posts.
Zu einer guten und reifen Jugendarbeit gehört, dass sie eine gabenorientierte Jugendarbeit ist.
Und zwar unter drei Aspekten:

1. Je eher desto besser
Ganz am Anfang sollten die Jugendlichen erstmal über die grundsätzlichen Dinge beim Thema “Gaben” informiert werden. Je eher das geschieht umso besser. Dazu gehören folgende Punkte:

  • Was sind Gaben?
  • Welche Gaben gibt es? (ggfs. auch Unterscheid zwischen Talente und Gaben aufzeigen)
  • Was ist der Sinn der Gaben? Wozu habe ich eine Gabe bzw. wieviele Gaben kann man haben?

Wenn den Jugendlichen wirklich klar wird, was es mit den Gaben an sich auf sich hat, dann kann man zum zweiten Punkt übergehen.

2. Jugendliche entdecken ihre Gaben
Die Gemeinde und Jugendarbeit ist perfekt dazu geschaffen, die Gaben herauszufinden. Denn in einer Gemeinde/Jugengruppe darf ich Fehler machen und ausprobieren. Hierfür sollte in der Jugendarbeit auch die Möglichkeit geschaffen werden. Jugendliche sollten ohne große Probleme einfach mal die eine oder andere Sache ausprobieren dürfen. Am besten auch unter Anleitung. Diese Person sollte im idealsten Fall nachher auch ein Gespräch mit dem Jugendlichen führen um seine Einschätzung zu geben und ggfs. weitere Ratschlägen zu geben.
Bei den Ratschlägen ist glaub ich das allerwichtigste, dass man mit Menschen spricht, die einen sehr guten kennen. Eltern, Geschwister und Freunde. Diese sollten auch so offen sein und eventuelle Warnungen bzw. Ermutigungen geben.
Wenn der Jugendliche dann in etwas weiß, was er kann, was seine Stärken und Schwächen sind, geht es zum nächsten Punkt.

3. Jugendliche entfalten ihre Gaben
291620_30035842.jpgDies ist eigentlich der eigentliche Grund, warum ich das hier alles schreibe. Ich glaube manchmal versuchen wir in Gemeinden und auch in der Jugendarbeit, dass im Grunde genommen, jeder in gewisser Weise fast alles machen muss, bzw. mal gemacht hat.
Dabei ist es doch viel vorteilhafter, wenn Jugendliche da sind, die wissen was ihre Stärken und Schwächen sind und wir diese dahin fördern können. Wenn dies geschieht dann hat man nach einiger Zeit in der Jugendarbeit bzw. in der Gemeinde für verschiedene Bereiche Spezialisten. Ich denke dies ist auch genau im Sinne der Bibel. Gott rüstet uns mit Gaben aus, die wir verantwortungsbewusst entdecken, nutzen und weiterentwickeln sollen. Dann heißt es Personen die organisieren können, nur organisieren zu lassen; Personen die kreativ sind, mehr Möglichkeiten zu bieten, ihre Kreativität zu entwickeln und sie zu fördern; Jugendliche die Leiter sind, in ihrer Leiterschaft zu fördern; Jugendliche die predigen können, predigen zu lassen, Seminare dazu besuchen zu lassen.

Ich hoffe ihr versteht worauf ich hinaus will. Wenn dies geschieht, dann haben wir ein Heer von Spezialisten und für jede Situation den idealen Spezialisten vor Ort :D

Mich würde noch interessieren, was ihr zu dem Thema denkt?
Wie war es bei euch persönlich mit der Gabenfindung- und entwicklung?
Was beobachtet ihr in euren Gemeinden / Jugendarbeit?


P.S.
Wundert euch bitte nicht, falls in dem Post oben etwas falsch geschrieben sein sollte ;-) Nachts achte ich nicht so sehr darauf. Schreibt mir aber bitte, falls etwas total undeutlich sein sollte…