Die Reihe über die 10. Prinzipien über Freundschaftesevangelisation ist jetzt beendet, hier nochmal alles im Überblick:

1. Werde ein Freund, bevor du ein Prediger wirst
2. Verurteile deinen Freund nicht
3. Verwende die Bedürfnisse des anderen als Ausgangspunkt für dein Gespräch
4. Mache andere neugierig
5. Stelle Fragen
6. Verteidige dich nicht
7. Versuche nicht zu beweisen, dass die Bibel wahr ist oder deine Ansichten richtig sind
8. Mache deinen Freund klar, dass ihre Denkweise falsch sein könnte
9. Beantworte nicht alle Fragen und gib keine endgültigen Antworten
10. Frage deinen Freund, ob er mit dir die Bibel lesen möchte

200197206_177fd0b81e.jpgZusammenfassend muss ich sagen, dass im Grunde das erste Prinzip, alle anderen beinhaltet: Freund werden! Und zwar wenn ich versuche wirklich eine Beziehung zu Nichtchristen in meinem Umfeld (Arbeits- und Schulkollegen etc.) und versuche ein Freund zu werden, dann werden die meisten anderen Prinzipien überfällig.
Es reicht nicht diese Menschen 1-2x im Jahr zu einer evangelistischen Veranstaltung einzuladen und sich während der Arbeits- oder Unterrichtszeit gut zu verstehen. Dadurch entsteht nicht wirklich eine Freundschaft. So kann auch schnell der Eindruck entstehen dass es mir nicht wirklich um die Beziehung geht, sondern lediglich um eine weitere Zahl in einer “Bekehrungsstatistik”.
Es geht dabei um die Person selbst. Wenn mir diese Person wichtig ist, dann werde ich auch Zeit für sie investieren und meine Freizeit mir ihr verbringen, eben “Freund sein!”.

Ein oft, in dem Zusammenhang, genanntes Dilemma ist, was man den mit diesen Menschen machen soll. “Ich kann doch nicht dabei sein, wenn die sich besaufen…!”. Wo ist das Problem, dann bin ich halt der Fahrer und komme dann mit in die Kneipe.
Zum anderen kann ich ja auch etwas anderes vorschlagen, sei es ein lockerer Spieleabend oder das man einfach Sport zusammen macht. Möglichkeiten gibt es genug…

Ein weiteres Problem ist, dass die Gemeinde oft gar nicht die Zeit dafür hergibt. Es kann gut sein, dass der eube oder andere durch die Veranstaltungen und anderen diversen Aufgaben fast jeden Tag in der Gemeinde ist. Wenn da nicht irgendwo zurückgesteckt wird, dann bleibt mir am Ende gar keine Zeit eine Freundschaft aufzubauen. Und Zeit mit dem Menschen zu verbringen, ist worauf es hier ankommt.

Mir selbst ist da zuletzt echt bewusst geworden, dass ich das gar nicht wirklich ernst genommen habe und einiges verbockt habe.
Habt ihr in dem Bereich irgendwelche Erfahrungen, Berichte? Der fono hat hier schon kurz etwas berichtet, gibt es noch weiteres?