7. Wie man die Jugendlichen der Nachbarschaft erreicht

1. Evangelisation ist kein Programm, sie ist ein Prozess

Wenn du willst, dass deine Arbeit Nachbarschaftsjugendliche erreicht, die Gott noch nicht kennen, dann musst du dich sehr bemühen, ihr ein Herz für Evangelisation zu vermitteln. Jugendarbeiten, die kirchendistanzierte Jugendliche wirklich erreichen, sehen Evangelisation nicht nur als eine gute Idee, sondern als essentiellen Bestandteil ihrer Arbeit an.
Evangelisation als Priorität darf nicht auf ein Programm reduziert werden, sie ist ein Prozess. Wir können keine Veranstaltungen schaffen, die attraktiv genug sind, um mit der Welt konkurrieren zu können. Das müssen wir auch gar nicht. Worauf es ankommt ist der Inhalt. Wir haben einen Inhalt der Leben verändert.
Hierbei spielen die Jugendarbeit und deine Jugendlichen eine gemeinsame Rolle. Beide Seiten müssen etwas tun, von daher kann Evangelisation folgende Elemente enthalten:

  1. Die Entwicklung eines evangelistischen Grundverständnisses
  2. Die konstante Herausforderung, aktiv zu evangelisieren
  3. Ein Gottesdienst, zu dem Jugendliche gern ihre Freunde mitbringen

2. Evangelistische Jugendarbeit drückt eine Überzeugung aus

Jesus sagt in Matth. 9,12-13 „das die Gesunden keinen Arzt brauchen, sondern die Kranken… Denn ich bin gekommen, um die Sünder zu rufen, nicht die Gerechten.“
Jesus ist für die Außenseiter gekommen, nicht für die „Innenseiter“. Es gibt viele Jugendarbeiten die stark darauf ausgerichtet sind, ihre „Innenseiter“ zu verwöhnen und dabei die Außenseiter total vernachlässigen.
Wenn Jugendarbeiten für die Außenseiter arbeiten, ihren Missionsauftrag also ernst nehmen, dann geschieht das meistens nur dadurch dass alle Leiter, Mitarbeiter und die Jugendlichen die Wichtigkeit der Aufgabe verstanden haben. Es entstehen Spannungen, wenn Jugendleiter kirchendistanzierte Jugendliche erreichen wollen, die Kirche aber nur die schon Geretteten bauchpinseln will.
Für die Verwirklichung des Missionsauftrags in der Jugendarbeit ist bei allen Beteiligten die evangelistische Grundhaltung erforderlich. Jeder muss verstanden haben, dass es unsere Aufgabe ist die Gute Nachricht weiterzugeben.