Archives for the month of: Dezember, 2006

Habe bei den Jumis von Wiedenest folgenden echt interessanten Artikel gelesen. Was denkt ihr?

Das ist die Frage, die ich mir schon zig mal gestellt habe, denn das wäre mein Ziel, sofern das für eine Gemeinde nötig ist. Leider habe ich den Eindruck, dass viele Gemeinden die ich kenne diese Reformation dringend benötigen. Aber hat die Jugendgruppe da eine Chance? Kann sie von unten eine Reformation starten?

Bei allem was ich erlebe kommt es einfach auf die Gemeindeleitung an. Der Fisch fängt vom Kopp an zu stinken. Sagt man im Ruhrpott, wo ich ja herkomme. Eine gute Gemeindeleitung wird eine gute Jugendarbeit fördern wollen. Eine gute innovative Jugendarbeit und eine gute Gemeindeleitung ergänzen sich und spornen sich gegenseitig an. Aber eine gute Jugendarbeit und eine schlechte Gemeindeleitung? Ich glaube da gibt es genau vier Möglichkeiten:

  1. Die Jugendarbeit überholt die Gemeinde links. Sie wird eine Jugendkirche im Rahmen ihrer Kirche und baut eigene Strukturen auf. Das ist aber gerade in meiner Freikirche (BEFG) bis jetzt noch nicht geschehen und noch nicht denkbar (bzw. es gibt natürlich Leute wie ich, die das schon lange denken).
  2. Die Jugendarbeit geht letztlich ein, weil die fitten Mitarbeiter die Gemeinde und damit die Jugendarbeit verlassen werden. Es ist auf die Dauer einfach zu anstrengend, ständig gegen Windmühlen zu kämpfen. Das habe ich schon öfters erlebt. Schade, aber verständlich aus Sicht der fitten Leiter die sich dann woanders viel besser entfalten können.
  3. Es dauert irre lange, aber irgendwann sind die fitten Jugendleiter mal die Leiter der Gemeinde. Dann gibt es hoffentlich den Turnaround. Möge es so sein!
  4. Es gibt gar keine gute Jugendarbeit, weil die Jugendarbeit letztlich von der Gemeindeleitung gewollt und gefördert werden muss. Sie ist auch für die Jugendarbeit verantwortlich und muss dafür Leute fördern und Finanzen bereit stellen.

Was meint ihr?”

Ich finde den Vergleich zwischen dem Volk Israel als den Augapfel Gottes, den die Bibel immer wieder bringt echt super!

Habe den heute in Sacharja 2,12 gelesen:

Der Herr, der Herscher der Welt, will einen reichen Schatz einsammeln. Deshalb hat er mich zu den fremden Völkern gesandt, die euch ausgeplündert haben. Er sagt zu euch: »Wer euch antastet, tastet meinen Augapfel an!«

Dieser Vergleich ist wirklich sehr passend, denn der Augapfel ist eines der empfindlichsten Teile des Körpers. Gott genau geht wirklich sehr empfindlich und doch genau und vorsichtig mit seinem Volk um.

Eine weitere Stelle, die mir dazu dann noch eingefallen ist, wäre:

4Mo 24, 9
Wer dich segnet, ist gesegnet, und wer dich verflucht, ist verflucht.

Was zusätzlich auch sehr interessant gewesen ist, war das in 2 Versen hintereinander 2x der Wunsch Gottes steht, “in ihrer/deiner” Mitte zu sein:

Sacharja 2,14-15
Juble und freue dich, Tochter Zion; denn siehe, ich komme und wohne in deiner Mitte – Spruch des Herrn.
15 An jenem Tag werden sich viele Völker dem Herrn anschließen und sie werden mein Volk sein und ich werde in deiner Mitte wohnen. Dann wirst du erkennen, dass der Herr der Heere mich zu dir gesandt hat.

Gott ist es superwichtig, Anteil (am besten der ganze Teil) an unserem Leben zu haben. So wie er bei Israel “in ihrer Mitte”, durch den Tempel sein wollte, so will Gott auch in der “Mitte” unseres Leben sein.

Haggai war ein Phrophet der nach dem babylonischen Exil in Juda gewirkt hat. Er hat zu dem Juden gesprochen, die den Tempelbau (Esra 5,1) unter Esra aus paar Gründen vernachlässigt haben. Die Juden haben nämlich angefangen eher ihre Häuser schön zu machen, anstatt den Tempel

Haggai 1,9
Ihr habt viel erhofft und doch nur wenig geerntet; und wenn ihr es einbrachtet, blies ich es weg. Warum wohl? – Spruch des Herrn der Heere. Weil mein Haus in Trümmern liegt, während jeder von euch für sein eigenes Haus rennt.

Wozu sollten die Juden überhaupt einen Tempel bauen?
In erster Linie dafür, dass Gott überhaupt gegenwärtig in ihrer Mitte sein kann. Zum anderen will sich Gott durch den Tempel verherrlichen, indem ihn das Volk im Tempel anbetet und er es segnen kann.

Das ganze ist also eine Frage der Priorität…

Wofür könnte bei mir der “Hausbau” der Juden stehen? Was will ich zuerst fertig machen, bevor ich mich für Gott einsetze?
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Habe in letzter Zeit ein paar Zitate gesammelt, die ich euch nun weitergeben wollte…

Wenn du einen Menschen glücklich machen willst, dann füge nichts seinem Reichtum hinzu, sondern nimm ihm einige von seinen Wünschen.
Epikur von Samos

Böse Zungen tun 3-fach weh: Dem, der spricht, dem, über den gesprochen wird und dem, der zuhört.
Jüdisches Sprichwort

Lasst keinen je zu Euch kommen, ohne dass er glücklicher wieder geht.
Mutter Teresa

Wenn du mit dem Finger auf jemanden zeigst, bedenke, dass vier Finger auf dich gerichtet sind.
unbekannter Autor