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Fromme Sucht



Gedankenanstoss von Jörg Dechertjorg_dechert.jpg
Eine Sucht ist die Jagd nach einer Befriedigung, die mich nicht wirklich erfüllt. Kann man eigentlich nach geistlichen Dingen süchtig werden? Kann man so abhängig werden von frommen Formen, theologischen Themen oder geistlicher Gemeinschaft, dass wesentliche Teile der eigenen Persönlichkeit vernachlässigt werden?

Darf man überhaupt so fragen? Lehrt nicht das Neue Testament, dass alle wahren Nachfolger Christi sich selbst verleugnen (Lukas 9,23), ohne Pause beten (1.Thessalonicher 5,17) und ihre Versammlungen nicht verlassen (Hebräer 10,25)?

Solche Dinge wie Gebet oder Gemeinschaft sind von Gott als Hilfe für das neue Leben seiner Kinder gedacht: Sie sollten uns stützen, um an der Beziehung zu Gott drazubleiben – selbst dann, wenn wir uns innerlich leer fühlen oder schwach undoder ausgebrannt. Aber wir machen manchmal aus der Stütze eine Statue, aus der Gehhilfe einen Kultgegenstand. Fast unmerklich driftet Gott aus dem Mittelpunkt meines Lebens, fast unmerklich werden Gottesdienst, “Stille Zeit” oder Bibelstunde zur leeren Hülle, fast unmerklich wird das Gute zum Feind des Besten.

Was Gott wirklich für seine Kinder will, formuliert Paulus einmal so:

[Wir können] die Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel sehen[...] und der Geist des Herrn wirkt in uns, sodass wir ihm immer ähnlicher werden und immer stärker seine Herrlichkeit widerspiegeln.
2.Korinther 3,18

Das ist die Wachstumsrichtung des neuen Lebens, das jeder Christ von Gott eingepflanzt bekommen hat. Dazu schenkt Gott Wachstumsförderung durch Gebet, Bibellesen und christliche Gemeinschaft. Diese Dinge sind Gott wichtig – aber sie sind niemals Selbstzweck. Die Abhängigkeit von äußeren Formen kann Wachstum hindern – die Abhängigkeit von Gott selber niemals.

Pflanzen streben immer nach dem Licht – und nicht nach der Gießkanne oder der Packung mit dem Düngemittel. Genauso ist es mit meinem Wachstum als Kind Gottes: Je stärker ich die Begegnung mit Gott, dem Licht meines Lebens suche und seine Herrlichkeit widerspiegele, desto mehr wird meine eigene Persönlichkeit entfaltet, desto mehr lebe ich in meiner tatsächlichen Bestimmung. Es gibt nichts Erfüllenderes.

Wie viel bleibt von meinem Glauben eigentlich übrig, wenn ich alle äußeren Formen einmal wegdenke?

Quelle: Nikodemus.net

Das sollte ich mal meinen Lehrern zeigen, hoffe die würden dann verstehen warum ich immer so müde bin ;-)

Und an alle Studenten: Übertreibt es also nicht mit dem lernen und macht euch nicht verrückt!! Ist so oder so alles für die Katz:

Prediger 1,17-18
V.17 Doch als ich darüber nachdachte, was das alles wert ist und was der Weise den uneinsichtigen Schwachköpfen voraushat, erkannte ich: Auch die Bemühung um Weisheit und Erkenntnis ist Jagd nach Wind.
V.18 Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämens; und wer viel lernt, der muß viel leiden.


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Bin hierüber auf dieses Video gekommen:

Quelle: live-tv.net


Das ist so wie ich finde eine interessante Frage… Soll man sich ein festen Termin für die Zeit mit Gott setzen, man kann doch immer mit ihm reden?

Ich denke, dass dies ziemlich wichtig ist. Ob man das jetzt morgens oder abends macht, finde ich jetzt nicht so wichtig. Der Artur Siegert hat sich z.B. die Zeit ganz fest gesetzt (08.00 – 09.00 Uhr)

Wenn man dann zwischendurch noch Zeit hat (z.B. im Zug oder im Bus) kann man mit Gott weitere Sachen besprechen, aber ich glaube, dass die stille vor Gott wo man auch die Zeit zuzuhören enorm wichtig ist.

Wie ist das bei dir? Wie planst du deine “Meetings” mit Gott?
Oder bist du der Ansicht wie Frank, dass du sowas nicht brauchst und immer zu Gott reden kannst? Aber die Frage ist doch, tust du das auch?

Wollte euch folgenden Artikel keineswegs vorenthalten.
Habe den hier bei Jared gelesen:

Ausgangspunkt: Christen sind langweilig



Meine HTL-Schüler sind der Meinung, dass Christen langweilig sind. Das ist bei einem Charaktertest herausgekommen. Es ging darum, herauszufinden, welche Charaktertypen die einzelnen Schüler haben. Da solche Aufgaben vor allem Spaß machen und lustig sein sollten, wurden jedem Charaktertyp ein witziges Symbol wie eine Lampe, ein Auge, ein Herz oder ein Fisch zugeordnet. Kein Schüler hat mit seinem Charakter einem Fisch entsprochen. So blieb mir zum Schluss die Aufgabe, den Fisch vorzustellen, der auf einen “durchschnittlichen Christen??? zugeschnitten war. Der Kommentar der Schüler: solche Menschen sind tierisch ernst!
Das ist eine interessante Feststellung und wie ich meine, sie ist gar nicht so falsch. Viele Menschen sind tatsächlich fest davon überzeugt, dass Christen langweilig sind: kommt man mit ihnen in Berührung, wird einem der Spaß verdorben.
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