Archives for the month of: August, 2006

Nach dem ich Hosea durchgelesen habe, gehts jetzt weiter mit dem Propheten Joel. Habe mich erstmal mit den ganzen Hintergründen und der historischen Zuordnung beschäftigt. Es ist gar nicht so leicht genau zu sagen in welcher Zeit Joel gelebt hat und wann genau das Buch geschrieben wurde.

Naja, auf jeden Fall habe ich heute das erste Kapitel durchgearbeitet und teile euch hier ein paar Gedanken mit…

V.2 Hört her, ihr Ältesten, / horcht alle auf, ihr Bewohner des Landes!

V.14 Ordnet ein heiliges Fasten an, / ruft einen Gottesdienst aus! Versammelt die Ältesten / und alle Bewohner des Landes beim Haus des Herrn, eures Gottes, / und schreit zum Herrn:

V. 19 Zu dir rufe ich, Herr…

Im ersten Kapitel berichtet Joel von einer sehr extremen Heuschreckenplage die über das Land kommt und wodurch die ganzen Felder zerstört sind, das Vieh leidet sehr darunter, also im Endeffekt eine große landwirtschaftliche Plage.

Nun zu den drei Versen und zu den drei Verben die ich markiert hatte.

Beim ersten Verb geht es um das Hören. Gott fordert hier sein Volk durch den Phropheten Joel auf, ihm genau zuzuhören, damit sie verstehen und begreifen, was Gott ihnen sagen will.
Gott schickt nämlich diese Heuschreckenplage über das Land, einfach aus dem Grund, dass sich Israel/Juda von Gott entfernt hat.

Dies ist für das Volk so heftig, dass das ganze Volk zum Fasten und Beten aufgerufen wird. Sie sind so verzweifelt sie schreien richtig zu Gott und klagen ihn die Not an, die sie erwartet. Das Volk nimmt wieder Kontakt mit Gott auf.

Im letzten Verb geht es um rufen. Das Volk ruft zu Gott um Hilfe, es bleibt nicht bei der Klage der Not. Sie wissen, dass auch für sie Psalm 50,15 gilt: “Rufe mich an am Tag der Not; / dann rette ich dich und du wirst mich ehren.”

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Habe heute was aus Hosea 13 gelesen und mir sind im Wesen Gottes ein paar Tatsachen aufgefallen:

V.4 …einen Gott außer mir kennst du nicht, und einen Helfer außer mir gibt es nicht.

Dieser Vers ist eigentlich für Israel gedacht, jedoch kann man ihn auch sehr gut auf den Christen heute übertragen.

1. Wenn es nur einen Gott gibt, dann sollte ich auch versuchen diesen Gott so gut wie möglich kennenzulernen, mich an ihn hängen und ihm vertrauen.

2. Wenn in allem eigentlich nur Gott helfen kann, dann sollte ich mich auch in allen Situtationen an ihn wenden und ihm um Hilfe bitten.

Inwieweit kenne ich Gott überhaupt? Was habe ich bisher mit ihm erlebt und worin habe ich ihn als Helfer kennengelernt?

Bin ich fleischlich gesinnt?

“Denn sintemal Eifer und Zank und Zwietracht unter euch sind, ist das nicht fleischlich?” 1. Kor.3,3

Der natürliche Mensch weiss nichts von Fleischlichkeit. Das Fleisch, das wider den Geist ist, de durch die Wiedergeburt hineingekommen ist, und der Geist, der wider das Fleisch ist, erzeugen die fleischliche Gesinnung. “Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüste des Fleisches sicherlich nicht vollbringen” (Gal. 5,16), sagt Paulus, und die Fleischlichkeit wird verschwinden.
Bist du streitsüchtig und leicht verstimmt wegen Kleinigkeiten? “O, das ist ein Christ nie!” Und dennoch sagt Paulus, dass die Christen so seien, und er bringt diese Dinge mit der fleischlichen Gesinnung im Zusammenhang. Gibt es in der Bibel ein Wahrheit, die augenblicklich deinen Verdruss erregt? Dies ist ein Zeichen, dass du noch fleischlich gesinnt bist. Wenn sich die Heiligung in dir auswirkt, bleibt keine Spur von diesem Geiste übrig.
Wenn der Geist Gottes etwas in dir aufdeckt, das unrichtig ist, fordert Er dich damit nicht auf, es in Ordnung zu bringen; Er fordert dich auf, sein Licht anzunehmen, und dann wird Er selbst es in Ordnung bringen. Ein Kind des Lichts bekennt augenblicklich und steht nackt vor Gott; ein Kind der Finsternis sagt: “Oh, ich kann mich herausreden.” Wenn das Licht hereinbricht und du von deinem Unrecht überzeugt bist, dann sei ein Kind des Lichts und bekenne, und Gott wird Sich der Sache annehmen; wenn du dich jedoch rechtfertigst, dann erweist du dich als ein Kind der Finsternis.
Welches ist der Beweis dafür, dass die Fleischlichkeit verschwunden ist? Täusche dich nicht; wenn die Fleischlichkeit verschwunden ist, ist dies die allerwirklichste Tatsache, die du dir vorstellen kannst. Gott wird dafür sorgen, dass dir unendliche Möglichkeiten gegeben werden, durch die du das Wunder Seiner Gnade zu erkennen vermagst. Der einzige Beweis hierfür ist der praktische Versuch. “Wie erstaunlich”, wirst du sagen, “wenn das früher geschehen wäre, dann wäre der Groll in mir aufgekommen.”
Du wirst immer wieder von neuem der erstaunteste Mensch auf der ganzen Welt sein dem gegenüber, was Gott in deinem Inneren für dich getan hat

Hier einmal ein paar Verse aus Hosea 11, die wie ich finde, sehr gut den Umgang Gottes mit seinem Volk, mit seinem “Sohn” (V.1) beschreiben:

V.3 Dabei war doch ich es, der Efram die ersten Schritte gelehrt und es auf den Armen getragen hatte. Aber sie erkannten nicht, dass ich mich so um sie kümmerte.
V.4 Ich war zu ihnen wie jemand, der sein Rind schonend am Strick zieht und es leitet; mit Seilen der Liebe leitete ich sie. Ja, ich war zu ihnen wie die Landleute, die ihrem Rind das Joch anheben, damit es leichter fressen kann, die sich sogar bücken, um ihm sein Futter hinzuhalten.

V.8 Doch wie könnte ich dich aufgeben, Efram, wie dich im Stich lassen? Ich kann dich doch nicht vernichten, Israel, wie die Städte Adma und Zebojim! Mein Entschluss hat sich mir umgedreht, mit aller Macht ist die Reue in mir entbrannt.
V.9 Ich kann meinem glühenden Zorn nicht freien Lauf lassen, ich kann Efram nicht noch einmal preisgeben! Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch; ich, der heilige Gott, komme, um dir zu helfen, und nicht, um dich zu vernichten.

Falls ihr euch fragt, mit “Efram” ist einfach “Ephraim”, oder “Israel” gemeint.