Hi, wer kennt das tausendfach diskutierte Theodizeeproblem nicht?
Habe jetzt bei Storch folgende Geschichte gelesen, die das ganze sehr gut veranschaulicht:
Ein Universitätsprofesser fragte sein Seminar: “hat Gott alles geschaffen????
Ein Student antwortete “ja???.
Der Professor fuhr fort: “wenn Gott alles schuf, dann schuf er auch das Böse. Und weil unsere Taten zeigen wer wir sind, muss Gott böse sein.???
Im Seminar wurde es sehr ruhig.
Dann hob ein anderer Student sein Hand und fragte: “Herr Professor, existiert Dunkelheit????
Der Professor antwortete: “ja.???
Der Student antwortete: “Nein, Dunkelheit existiert nicht. Dunkelheit ist nur die Abwesenheit von Licht. Das Licht können wir studieren, die Dunkelheit nicht. Wir können ein Newtonsches Prisma benutzen um weisses Licht in verschiedene Farben zu brechen und die verschiedenen Lichtfrequenzen untersuchen. Aber wir können nicht Dunkelheit messen. Ein einfacher Lichtstrahl kann in einer Welt der Dunkelheit hineinbrechen und sie erhellen. Wie kann man wissen wie dunkel es irgendwo ist? Indem man das anwesende Licht misst. “Dunkelheit??? ist nur ein Wort das wir verwenden um einen Zustand zu beschreiben, in dem es kein Licht gibt.???
Der junge Mann fragte: “Herr Professor, existiert das Böse????
Etwas unsicher antwortete der Professor: “Natürlich!???
Darauf antwortete der Student: “Nein, das Böse existiert nicht; oder zumindest existiert es nicht aus sich selbst heraus. Es ist einfach die Abwesenheit des Guten. Es ist genau wie “Dunkelheit???, ein Wort das wir benutzen um die Abwesenheit von Licht zu beschreiben. Das Böse hat sich nicht selbst erschaffen. Gott hat das Böse nicht erschaffen. Es ist das Ergebnis dessen was geschieht wenn die Menschen nicht Gottes Liebe in ihrem Herzen haben. Das Böse ist wie die Kälte die kommt, wenn es keine Wäre gibt oder dei Dunkelheit die kommt wenn kein Licht da ist.???
Der Professor setzte sich hin. Der Name des Studenten war Albert Einstein.
[via youtube]
He Schrotty,
Du bist ein echter Knüller. Ich denke seit einigen Tagen über die Frage nach, wie Gott Kriege und Elend zulassen kann – und da kommst Du mit diesem Denkanstoß! Ich danke ihm für Dich!
Mmmh, ich Frage mich, ob der Junge Mann, der angeblich Einstein gewesen sein soll, damit so recht hat.
Können wir tatsächlich alles schlechte durch Abwesenheit von gutem erklären? Das hieße doch, dass dort, wo böses passiert Gott, der doch das Gute per se ist, abwesend wäre. Das ist er aber nicht, da bin ich mir sehr sicher.
Im Gegenteil bin ich der Auffassung, dass es Mächte, Personen (nicht unbedingt nur Menschen) gibt, die teilweise oder ganz böse sind.
… ohne damit das Theodizeeproblem lösen zu können,
David
Ja ich kann dich voll und ganz verstehen, das ganze hat natürlich einen Haken,
wie würdet ihr denn z.B. diese Bibelstelle verstehen? Jesaja 45,7
Der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden gebe und schaffe Unheil. Ich bin der HERR, der dies alles tut.
oder diese hier aus Amos 3,6b:
Ist etwa ein Unglück in der Stadt, das der HERR nicht tut?
Ich bin mir noch nicht ganz sicher in welcher Relation dass genau steht, aber vllt. liegt es daran, dass unser westlicher humanistischer verstand, dass einfach nicht wahrhaben will?!
Ich denke es liegt daran, dass Gott den Menschen die Freiheit läßt, Böses zu tun. Da er uns gemacht hat, stimmt Jes 45:7 dann auch mittelbar.
Er zwingt uns nicht zum Guten. Meint Pastor (Amerikaner) drückt das immer so aus: “Gott ist ein Gentleman, er schubst Dich in die richtige Richtung, aber laufen musst Du selbst.”
[...] Das hätte ich mir jetzt zu Weihnachten und so als Abschluss dieses Jahres nicht ausgesucht! Aber so ist es eben, wenn man einfach Schritt für Schritt quer durch die Bibel geht… Hiob – das ist das Buch, das uns noch einige GRCs lang begleiten wird. Aber wer weiss, vielleicht ist es einfach dran. Meiner Meinung nach ist es sicher dran, zu Beginn eine kleine Einführung zu geben. Wenn es ein Buch in der Bibel gibt, das sich mit dem Thema Leid beschäftigt, dann Hiob. Es drängt sich einem förmlich die Frage auf “warum lässt Gott das zu?” (Fachbegriff: Theodizee). Hiob, ein Mann, der so lebte, wie Gott das will, kommt unter härtesten Beschuss des Teufels: Er verliert seinen immensen Besitz, alle seine Kinder kommen um (1,14-19) und Hiob selber wird schwer krank (2,7). Es geht ihm dreckig! Und – Gott schaut offenbar zu (2,6)! Warum? Ich will ehrlich sein: Ich weiss es nicht! Man könnte viele Antworten geben, dass Gott Hiob prüfen wollte, Hiob nur so lernen konnte wer er ist oder – dass er ja am Schluss mehr hatte als zu Beginn (angelehnt an letzten GRC?), usw. Aber all das scheint auch für uns persönlich letztlich keine wirkliche Antwort zu sein, wenn wir ehrlich sind. Wenn wir mitten drin sind… Vielleicht muss man es einfach so stehen lassen. Ich glaube auch, dass das Buch Hiob letztlich keine Antwort darauf gibt. Es führt uns vielmehr in eine Beziehung und zeigt uns, wer und wie Gott ist. Hier beginnt meiner Meinung nach die Lösung. Und genau da sehe ich auch die Verbindung zu Weihnachten. Weihnachten ist kein süsslich sanftes Fest. Blödsinn! Ich geniess es zwar einmal im Jahr und als Familienfest ist es auch echt toll, aber das hat kaum etwas mit dem wahren Weihnachten zu tun! Gott wird Mensch! Gott schickt seinen Sohn Jesus Christus und lässt damit alles zu, was noch folgen wird: Kein Platz für die Geburt – ein stinkender, dreckiger Stall und ein Futtertrog. Mordversuche. Später Ablehnung durch seine eigene Familie. Ablehnung durch sein Volk. Und dann – Qualen ohne Ende und ein grausamer Tod am Kreuz. Ja – Jesus ist auferstanden, aber er musste zuerst all das durchmachen! Gott auch. Er versteht also, was Schmerz, Trauer, Leid bedeutet. Nicht theoretisch, sondern ganz praktisch. Das ist keine Antwort, aber der Beginn der Heilung. Er hat es selber durchgemacht. Er versteht. Er ist nicht schadenfroh, sondern liebend. Er tröstet. Deshalb kam Jesus in dieser Nacht vor rund 2000 Jahren zur Welt, weil Gott mit uns ist. Immanuel. Er gibt uns nicht alle Antworten… Er kam, um dem Leiden ein Ende zu machen. Es war der Anfang vom Ende – ein Neuanfang. Da gehört Weihnachten hin, mitten ins Leid, in den Dreck und Schmutz, in die Sünde und den Weltschmerz. Da ist Jesus. Da ist Gott! [...]
hi,
also, wenn die dunkelheit die abwesenheit von licht ist (da kann man ja nur zustimmen!), dann existieren trotzdem dinge in der dunkelheit. z.b. meine stühle, an denen ich mich mitunter schrecklich stoße, wenn ich mal des nachts, ohne licht anzumachen, zur toilette gehe. wenn das gute das licht ist, und die stühle mich nachts maträtieren, woher stammen sie dann und warum sind sie da?
alles liebe
moondingo
Bitte….denkt mal nach…
beides kann gemessen werden. Aber da das Universum nur im geringem maße erforscht ist und es auch nicht in weiter Zukunft anders sein wird das es komplett erforscht wird kann man nicht sagen das dunkelheit die abwesenheit vom licht ist. oder umgekehrt. Weil man die Dunkelheit noch nicht genügend erforscht hat.
Nichteinmal die Erde ist komplett erforscht.
Das gilt auch für andere Sachen. Wenn man für die ausgewählten Gegensätze nicht genügend Beweise/kenntnisse was auch immer hat kann man nicht sagen was was ist weil dies mehr erfordert als Philosophische Grundkenntnisse.
Egal ob Gott, die Dunkelheit, oder andere unnachvollziehbare Sachen. Manche Sachen kann man einfach nicht wissen und vll. sollte man sie auch nicht wissen (was man natürlich nicht wissen kann…)
Meine Sichtweise davon ist soundso das dies alles unwichtig ist. Das Leben ist wichtig, nicht die Antwort oder die Suche nach einer Antwort.
Mit Freundlichen grusse
Harri
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