4. Wie du deinen Auftrag vermittelst und mit gutem Beispiel vorangehst



1. Wie man als Leiter seine Vision und seinen Auftrag vermitteln kann

Zu wissen, warum deine Jugendarbeit existiert, und eine klare Definition zu haben, ist noch wenig wert, wenn du nicht ständig deine Vision und deinen Auftrag kommunizierst. Je mehr Leute dein Ziel verstehen und sich hinter dich stellen, desto stärker und intakter wird deine Jugendarbeit. Du hast drei Aufgaben, wenn du Gottes Aufträge in deiner Arbeit durchsetzen willst: Teile sie mit, wiederhole sie und sorg dafür, dass die Schlüsselpersonen die Vision und den klaren Auftrag im Schlaf kennen.

2. Ein Leiter teilt seinen Auftrag mit

Dein Vorhaben kann nicht zum allgemeinen Vorhaben werden, wenn es anderen Leuten nicht bekannt ist. Ohne funktionierende Kommunikation kannst du nur eine Jugendarbeit mit uninformierten, verwirrten oder begeisterungslosen Mitspielern auf die Beine stellen.
Um deinen Jugendlichen, Eltern und Mitarbeitern zu helfen, musst du deine Vorhaben ständig mitteilen. Einige Ideen dazu:

Jugendliche

  • Erwähne immer wieder die 5 Schlüsselwörter
  • Schreib den Auftrag der Jugendarbeit auf alle Zettel, die du austeilst. Die Jugendlichen sollten ihr Ziele wenigstens einmal pro Woche vor Augen haben
  • Häng den Auftrag gut sichtbar in eurem Gruppenraum auf

Mitarbeiter

  • Lass sie den Auftrag als Zeichen ihres Engagement auswendig lernen
  • Bitte sie, dass sie mindestens zweimal im Jahr in ihren Gruppen über die Aufträge sprechen
  • Lass sie eine klare Definition des Auftrages formulieren

Eltern

    Erklär dein Vorhaben auf jedem Elterntreffen
  • Schreib den Auftrag der Jugendarbeit in den Briefkopf, damit er auf allen Briefen gelesen wird
  • Bitte Eltern speziell für einen der Aufträge zu beten

Gemeindevorstand

  • Lass jedem Mitglied des Kirchenvorstandes eine Kopie deiner Definition mit einer kurzen Erklärung jedes einzelnen Auftrags zu kommen
  • Wenn du ihnen ein Programm vorstellst, erklär jedes Mal:“Dieses Programm erfüllt den und den Auftrag.“

3. Ein Leiter wiederholt seinen Auftrag

Ein guter Leiter muss sein Vorhaben dauernd mitteilen und die anderen ständig an die Wichtigkeit der Aufträge erinnern.
Kontinuierliches Erklären wird deinen Mitarbeitern helfen, das Ziel zu sehen und im Auge zu behalten.
Ein Leiter muss dafür sorgen, dass die Schlüsselpersonen die definierte Bestimmung der Jugendarbeit im Schlaf kennen.
Dies ist wichtig, damit sie den Auftrag auch anderen mitteilen können.
Außerdem wird es ihnen helfen, mit Vertrauen zu leiten und sich immer ihres Ziels bewusst zu sein.

4. Der nächste Schritt, nachdem der Auftrag bekannt ist

Wenn du deinen Auftrag klar und kontinuierlich kommuniziert hast, gibt es noch vier weiter Führungsaufgaben für dich: die sprachliche Überprüfung der Auftragsdefinition, deine Zeiteinteilung entsprechend der Aufträge, die Umsetzung der Prinzipien in deinem Leben und das Erstellen von Programmen, die die Aufträge erfüllen.

5. Die Überprüfung der Aussage

Überprüfe deine Aussage und ändere gegebenenfalls den Wortlaut. Du wirst vielleicht gezwungen sein, die Formulierung etwas zu ändern, um größere Klarheit zu schaffen. Einige Wörter können ausgetauscht bzw. hinzugefügt werden, damit Klarheit entsteht und es bei der Definition keine Missverständnisse gibt.

6. Deine Zeiteinteilung entsprechend der Aufträge

Wenn du verinnerlicht hast, warum es deine Jugendarbeit gibt, dann wirst du deine Zeit spezifischer einsetzen wollen. Man wird immer irgendwelche Einladungen und Angebote zu Feten, Treffen, Konferenzen etc. kriegen. Dabei sollte aber geprüft werden, ob es für deine fünf Aufträge wertvoll ist und ob du diese Sache gerade jetzt brauchst.
Ein Leiter muss lernen zu erkennen, was wichtig ist, denn nicht alles ist wirklich seine Zeit wert.
Wenn du und deine Jugendarbeit sich mit allem befassen, dann geht das auf Kosten eurer Effektivität.
Wenn du deinen Terminplan durchcheckst, dann mach dir Gedanken: Wie viel Zeit verwende ich für jeden der fünf Aufträge in der Woche oder im Monat?

7. Die Umsetzung der Aufträge in deinem Leben

Wenn du als Leiter deine Aufträge lebst, dann wirst du Leute mit dir ziehen und sie nicht schieben müssen. Sie zu schieben, ist ermüdend, schwierig und undankbar.
Ich kann nicht über die Wichtigkeit des Dienens reden, wenn ich nie am Ende einer Veranstaltung Stühle zusammengestellt und Müll aufgehoben habe.
Jeder beachtet Leiter!! Ich kann nicht erzählen, wie wichtig es ist, an einer Kleingruppe teilzunehmen, wenn ich selbst nie zu einer gehört habe.
Leiter sind Vorbilder für wichtige Werte und geben ein lebendes Beispiel für die Aussage ihrer Aufträge ab.

8. Erstellen von Programmen, die die Aufträge erfüllen

Veranstaltungen dienen dazu den Jugendlichen etwas zu vermitteln, anstatt nur Unterhaltung zu sein. Daher weiß ein Leiter, dass das Ziel wichtiger ist als das Programm, die Veranstaltung selber. Veranstaltungen sind Mittel zum Zweck und nicht der Zweck an sich.
Wenn du Veränderungen an den Programmen durchführen willst, dann behalte im Hinterkopf, dass Veränderungen immer Unruhe schaffen. Niemand mag Veränderungen. Es werden Konflikte auftreten, aber du weißt ja, dass du das richtige machst und hast deine Ziele/Aufträge genau im Kopf.

Fragen/Anregungen

  1. Glaubst du, du bist als Leiter geeignet, die fünf Aufräge deiner Kirche zu kommunizieren? Warum oder warum nicht?
  2. Wie würdest du den Jugendlichen in deiner Gruppe die fünf Aufträge vermitteln?
  3. Wie gut sind die Aufträge deinen Mitarbeitern, Jugendlichen und Eltern bekannt?
  4. Nenne spezifische Werte, wie Leiter ihren Jugendlichen helfen könnten, die fünf Aufträge zu verinnerlichen
  5. Wenn du einen Auftrag hast, der vor längerer Zeit verfasst wurde, frage dich ob er für deine Jugendarbeit
    noch wirklich zutreffend und klar verständlich ist
  6. Welchen der fünf Aufträge findest du in deinem Leben am schwierigsten umzusetzen? Warum?