Eine weitere Sache die aus dem Vers 13b hervorgeht, sind 5 Eigenschaften Gottes:
V. 13b
Denn er ist gnädig und barmherzig, langsam zum Zorn und reich an Güte, und er lässt sich das Unheil leid sein.
1. Er ist gnädig (z.B. 2.Mose 20,26)
Dies drückt Gottes Bereitschaft aus sich zu seinem Volk hinabzuneigen, dass sonst vor seinem Zorn nicht bestehen könnte.
2. Er ist barmherzig (z.B. 5. Mose 4,31)
Gott ist bereit die Beziehung zu seinem untreuen Bundesvolk wieder aufzunehmen, wenn es zu ihm umkehrt
3. Er ist langsam zum Zorn (vgl. Nahum 1,3)
Gott reagiert aufgrund seiner Heiligkeitswillen mit Zorn auf die Sünde. Gott ist aber langsam zum Zorn und hält diesen daher zurück um die Möglichkeite der Umkehr zu geben
4. Er ist reich an Güte/Treue (5. Mose 4,31)
Er ist treu und gerade in der Zeit, in der Israel die Bundestreue bricht, ist Gott treu
5. Er lässt sich das Unheil leid sein
Dies heißt nicht, dass Gott eine falsche Entscheidung getroffen hat, sondern dies zeigt lediglich, dass Gott “auf das veränderte Verhalten der Menschen eingeht. Der Widerspruch ensteht dadurch, dass hier versucht wird mit menschlichen Ausdrucksweisen, göttliche Eigenschaften wiederzugeben.” (Entnommen aus Bücher Joel&Obadja Band 36, Hänssler Verlag, Winfried Meißner).
[...] Fangen wir mit dem zweiten Teil an, dem Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht: Da die Bibel kein in wissenschaftlicher Sprache abgefasstes Buch ist, können wir das nicht sehen an dieser Stelle durch nicht sehen, nicht messen können, nicht beweisen können, nicht wissen können ersetzen. Trotzdem zweifeln wir daran nicht. Warum? Vielleicht könnte man das mit einem frischverliebten Pärchen vergleichen. Keiner von beiden kann wissen, ob der andere ihn wirklich liebt. Keiner von beiden kann wissen, ob der andere nicht vielleicht etwas ganz anderes im Sinn hat. Trotzdem zweifeln beide nicht daran, dass sie vom anderen geliebt werden. Mit meinem Glauben ist es ähnlich. Ich kann es nicht wissen, trotzdem zweifel ich nicht daran, dass Gott mich liebt. [...]