Start einer sozialmissionarischen Teen- und Jugendarbeit

In den vergangen Jahren wollen immer mehr Leute, Jugendgruppen und Gemeinden sich um ihre Nachbarschaft kümmern und im speziellen, um die Kids, Teens und Jugendlichen der jeweiligen Orte. Aus diesen Grund gibt es das Forum für sozialmissionarische Teen- und Jugendarbeit, dass nach etwas längerer Pause, diesen Samstag startet und ein Ort zum Austausch und gegenseitiges Lernen ist.

Ich darf einen Workshop zum Thema „Wie fange ich eigentlich an…?“ gestalten und freue mich schon darauf, weil ich weiß, wie wichtig es den Start überlegt anzugehen und die verschiedenen Aufgaben im Blick zu haben.

Im Nachhinein glaube ich, dass der Anfang eines neuen Projektes aus verschiedenen Rollen her berücksichtigt werden muss:

Die eigene Rolle

Ich erinnere mich noch gut, als wir unserem Pastor unser Vorhaben erzählt haben und er uns dann fragte: „Wo werdet ihr 3 Jahren sein?“ Ich fand die Frage erstmal komisch, weil ich kurz vor dem Ende der Ausbildung stand und mir nicht genau sicher war, wie es danach weiter geht. In Bezug auf das Projekt wollte ich Hauptsache erstmal anfangen und mehr nicht. Fakt ist aber, dass die Gründer, die einen neuen Bereich, ein neues Projekt an den Start bringen einen großen Einfluss auf das Bestehen des Projektes haben. Und unabhängig davon wie die nächsten Schritte aussehen und was gemacht bzw. nicht gemacht wird, ist die Präsenz der Gründer ausschlaggebend. Denn es dauert seine Zeit, bis die Motivation, die zur Gründung des Projektes geführt haben, auf die Mitarbeiter überschwappt und sie aus eigenen Stücken weiter machen. Startet das Projekt gerade und der Gründer verlässt zeitnah das Projekt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es nicht mehr lange weiter gehen wird.

Neben diesem Aspekt ist es für den Gründer wichtig zu wissen, was seine Gaben und Fähigkeiten sind und was seine Schwächen sind. Kann ein Gründer motivieren und begeistern, seine Vision klar und mitreißend vermitteln, Mitarbeiter mobilisieren, ist aber nicht imstande organisatorische Strukturen aufzubauen, wird er einen Partner an seiner Seite brauchen, der genau diese Fähigkeiten besitzt.

Der Wohnort des Gründers spielt ebenfalls eine Rolle. Wenn er nicht ortsnah zur Gemeinde bzw. zu dem Ort wohnt, an dem das Projekt starten soll, muss er schauen, dass er trotzdem immer wieder präsent im Stadtteil ist um die Teens- und Jugendlichen zu kennen.

Damit zusammenhängend ist es wichtig, seine eigenen Zeitkapazitäten im Blick zu haben. Gerade am Anfang können viele Dinge spontan dazwischen kommen.

Gemeinde

In Bezug auf die Gemeinde spielt der Ort des Gemeindehauses zum einen und wo die Gemeindemitglieder wohnen und ihren Lebensmittelpunkt haben zum anderen ein Rolle, da die Gemeinde Gottes nicht auf ein Gebäude reduziert werden kann, sondern die Menschen darstellt und wo immer zwei und mehr Christen zusammen sind (Mt 18), dort ist Gemeinde.

Viele Gemeindehäuser stehen (leider!) in Industriegebiete und haben wenig Nähe zu dem bewohnten Stadtteil. Von daher ist es wichtig zu gucken, wo das Projekt genau durchgeführt werden kann. Wenn es sich räumlich und von der Lage anbietet, habe ich die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, wenn man in dem Projekt das Gemeindehaus, auf welche Art auch immer, mit einbezieht, da der Zugang im Nachhinein natürlicher ist.

Aber wenn das nicht der Fall ist, bietet sich vielfach das Schulgelände in der Umgebung an, da diese häufig großflächig sind, Sportplätze (und die Turnhallen werden ebenso manchmal zur Verfügung gestellt) haben und ortsnah sind.

Neben dem Aspekt der Gemeinderäumlichkeiten spielt die Gemeinde insgesamt, also die Gemeindemitglieder, eine noch größere Rolle. Ohne ihre Unterstützung und Rückendeckung steht das Projekt in Gefahr auf ein den Schultern von ein paar Mitarbeitern zu stehen und die breite Masse wird sich nicht angesprochen fühlen.

Die Gemeinde muss also vorbereitet werden und mitgenommen werden. Ein Freund von mir drückt das immer so aus, dass eine Gemeinde mit einem Projekt „schwanger“ gehen muss, sie also im Vorfeld vorbereitet werden muss, damit wenn da Projekt „geboren“ wird, es gut angenommen und entwickelt werden kann.

Eine Möglichkeit, die neben diesem nüchternen Grund der Vorbereitung, eine große Bedeutung hat, ist das Gebet. Durch laufende Gebetsaktionen und Mitteilungen an die Gemeinde, in welcher Form auch immer, ist die Gemeinde auf dem aktuellen Stand, kann mitfiebern und mitbeten und schnell kann das Projekt zum festen Bestandteil der Gemeindearbeit werden.

Mitarbeiter

Wenn die Gemeinde gut vorbereitet wird, ist es auch leichter Mitarbeiter zu gewinnen. Von vornerein sollte ein Leitungsteam aus verschiedenen Personen und im Idealfall, mit unterschiedlichem Alter aufgebaut werden, damit Zugang zu Mitarbeitern aus allen Generationen leichter ermöglicht werden kann. Ein weiterer Grund für das Leitungsteam ist, früh damit zu beginnen Verantwortung abzugeben, damit neben dem Gründer auch weitere Personen, nicht nur Aufgaben ausführen, sondern sich mit dem Projekt identifizieren.

Ein weiterer Aspekt in Bezug auf die Mitarbeiter ist die Zurüstung. Neben organisatorischen Treffen, sollte durch Schulungen zu verschiedenen Themen Sicherheit und Fähigkeiten aufgebaut werden. Inhalt der Schulungen können aus pädagogischer, psychologischer, strategischer und rechtlicher Sicht her aufgebaut werden und müssen mit der missionarischen Ausrichtung des Projekts insgesamt ausgerichtet werden.

Gemeindeleitung

Die Gemeindeleitung hat gerade für die Anfangszeit eine entscheidende Rolle. Sie sollte von vornerein über die Vision und die nächsten Pläne Bescheid wissen, immer auf dem Laufenden sein, damit sie gut unterstützen kann. Sie hat durch die alltägliche Gemeindearbeit den Bezug zur Gemeinde und kann das Anliegen unterstützend weitergeben. Bei Konflikten mit Institutionen oder innerhalb der Gemeinde, ist die Gemeindeleitung die erste Ansprechperson.

Hier habe ich nun zwei E-Mails eingefügt, die mein Gemeindeleiter uns geschickt hat und die neben der Rolle der Gemeindeleitung, die Strategie zur Vorbereitung der Gemeinde verdeutlichen:

„Guten Abend lieber Pastor,

wie Sie sicher schon wissen, waren wir beim active-zone in Köln. Active-zone ist eine missionarische Teenagerarbeit in Köln.

Da wir noch keine missionarische Teenagerarbeit in unserer Stadt haben, und sehr begeistert von der Arbeit in Köln sind, wollen wir unbedingt mit so einer Arbeit in unserer Stadt beginnen. Wir haben gesehen, was Gott mit uns tun kann. Und wie Gott Teenager verändert, wenn wir sie mit seiner Liebe lieben. Unser Wunsch ist es schon nächsten Sommer damit zu beginnen. Wann können wir die ersten Gespräche führen? Wir möchten so schnell wie möglich mit den Planungen beginnen.

Liebe Grüße, die Mitarbeiter

 

Liebe Mitarbeiter,

ich freue mich darüber, dass ihr eine gute Zeit in Köln hattet und viele Erfahrungen gesammelt habt. Schön, dass ihr auch in diesem Zusammenhang an unsere Stadt denkt. Wenn wir bedenken, wie wenige Evangelikale in Deutschland leben, zumindest im Vergleich mit Afrika und Brasilien, dann sind wir wirklich ein Missionsland.

Nun, wie beginnen wir als Gemeinde eine neue Arbeit? Zum einen denken wir nach und beten für den Dienst (Apg. 13,1-5). Dann reden wir miteinander, d.h. wir sprechen Ideen aus, schmieden Pläne, entwerfen Strategien (Gal. 2,9) usw. Dieses ist in zwei Bereichen möglich, bei der gesamten Mitarbeiterschaft oder im Rahmen einer Teilgruppe der Gemeinde. WICHTIG ist, dass der Leitungskreis der Vorgehensweise im Allgemeinen zustimmt und die Gemeinde Finanzen zur Verfügung stellt.

Meine Vorstellung wäre, dass hier ein neuer Arbeitszweig entsteht, ähnlich wie das Sommerlager. D.h. wir benennen Leiter, die Ziele formulieren und im Rahmen der Jugendarbeit diese Arbeit aufbauen. WICHTIG wäre, dass alle leitenden Mitarbeiter informiert werden, das Termine lange im Voraus abgestimmt werden (auch mit mir!) und die Neu-Bekehrten Teenies im Rahmen der Gemeinde-Jüngerschaft in verschiedenen Bereichen integriert werden.

Am Anfang könnte ich es mir vorstellen, dass ihr euch mit mir zusammensetzt, um eure Vorstellung zu präsentieren. Dann würde die abgestimmte Vorgehensweise den Brüdern im Leitungskreis und den Mitarbeitern präsentiert (schriftlich und/oder in einer der Herbstsitzungen). Anschließend geht’s ins Detail mit den Planungen.

In den nächsten Wochen bin ich recht flexibel und warte auf einen Terminvorschlag eurerseits.

Die Gemeindeleitung

 

Hallo ihr Lieben,

danke für die Zusendung des Entwurfs. Ich habe ihn an alle Leitungskreismitglieder verteilt und gestern haben wir über diesen Themenbereich diskutiert. Es war gut, dass wir uns im Vorfeld unterhalten haben und ich ein klareres Bild von dem geplanten active-zone Projekt bekommen habe. So konnte ich die Fragen beantworten und eine grundsätzliche Zustimmung bekommen. D.h. der Leitungskreis stimmt diesem neuen Arbeitszweig unserer Gemeinde zu, auch wenn noch nicht alle Konsequenzen durchdacht und nicht alle Auswirkungen auf die Gesamtgemeindearbeit erfasst werden können.

Somit schlage ich als nächsten Schritt vor, dass ihr im Rahmen der Gebetsstunden und gelegentlich in der Jugendstunde konkrete Anliegen aus Köln weitergebt. In dem Zusammenhang könnte auch ein Gebet und Anliegen für Bielefeld formuliert werden. Jedoch nicht beim ersten Mal…

Für das Mitarbeitertreffen im September solltet ihr eine PowerPoint Präsentation vorbereiten, um sie den Brüdern als Anliegen/Vision vorzutragen. Ich hätte sie gerne vorher gesehen, um euch beratend und helfend zu begleiten.

Die Gemeindeleitung”

 

Zielgruppe: Teens und Jugendlichen

Die Rolle der Teens- und Jugendlichen betrifft in der Praxis unterschiedliche Bereiche. So ist es nach Kol 4,5 wichtig zu wissen, wie wir den einzelnen Menschen in Bezug auf die Fragen des Lebens und des Glaubens, antworten sollen. Ein Zitat, dass mich seit Jahren prägt geht so:

„Wer verstanden werden will, muss zuhören.“

Wenn die Botschaft von Jesus verstanden und angenommen werden soll, muss ich erst zuhören, also erstmal schauen, wer denn eigentlich mit welchem Hintergrund, mit welchem Verständnis von Gott und der Welt usw. vor mir sitzt und welche Fragen bestehen.

Ich muss mich also mit der Kultur, mit den Sitten & Bräuchen und mit der Religion und den Stellenwert der Religion in dem Leben der Menschen befassen.

Ich muss aber auch wissen aus welchen Familien die Teens und Jugendlichen kommen, ob es viele Alleinerziehende gibt, wodurch z.B. das Vaterbild in Bezug auf Gott als Vater vorsichtig angegangen werden muss, ob es viele Patchwork Familien gibt usw.

Insgesamt muss die Lebenswelt der Jugendlichen angeschaut werden. Wo gehen sie zur Schule, wo halten sie sich am Nachmittag auf, welche Hobbys haben sie usw.

Institutionen

Der Kontakt zu offiziellen Institutionen wie z.B. dem Jugendamt, der Schule oder auch anderen Einrichtungen, die in der Jugendarbeit tätig sind, sollte gesucht werden, um von Anfang an Missverständnissen vorzubeugen und aufeinander zu achten. So sollten z.B. geplante Ferienangebote anhand der bestehenden Angebote überprüft werden und möglichst ohne Überschneidungen stattfinden. Es kann auch hilfreich sein, vor der ersten Aktion mit dem zuständigen Mitarbeiter für den Bezirk im Jugendamt zu reden und ihn über das Vorhaben zu informieren.

Nackter Glaube / Grundüberzeugung der Täufer

 

Ich lese gerade das Buch “Nackter Glaube” von Stuart Murray und dieses Buch ist auf 7 Grundüberzeugungen aufgebaut, die ich sehr interessant fand und in der nächsten Zeit mehr darüber nachdenken werde

  1. Jesus ist unser Vorbild, Lehrer, Freund, Erlöser und Herr. Er ist die Quelle unseres Lebens, der zentrale Bezugspunkt für unseren Glauben und unseren Lebensstil, für unser Verständnis von Kirche und für unser Engagement in der Gesellschaft. Wir sind entschlossen, Jesus nachzufolgen und anzubeten.
  2. Jesus ist der Dreh- und Angelpunkt der Offenbarung Gottes. Wir sind einem Jesus-zentrierten Zugang zur Bibel verpflichtet. Zugleich ist die Gemeinschaft der Glaubenden unser primärer Kontext, in dem wir die Bibel lesen und über die Konsequenzen für unsere Nachfolge entscheiden.
  3. Die westliche Kultur entwächst allmählich einer vom Christentum dominierten Ära, in der Kirche und Staat gemeinsam die Gesellschaft leiteten und die nahezu jeden Menschen als Christ verstand. Ungeachtet seiner positiven Beiträge im Blick auf Werte und Institutionen, hat dieses Christentum das Evangelium verzerrt. Es marginalisierte Jesus und hinterlässt die Kirchen schlecht ausgerüstet für die Mission in einer nachchristlichen Welt. Bewegungen wie die der Täufer haben diese Art Christentum zurückgewiesen und nach alternativen Denkansätzen und Verhaltensweisen gesucht. Unsere Reflexion darüber bewegt uns, von deren Erfahrungen und Perspektiven zu lernen.
  4. Die häufige Verbindung der Kirche mit Status, Reichtum und Macht ist der Nachfolge Jesu unangemessen und schadet unserem Zeugnis. Wir verpflichten uns, nach Wegen zu suchen, die für die Armen, Machtlosen und Verfolgten gute Nachricht sind. Wir sind uns bewusst, dass diese Art der Nachfolge Widerspruch auslösen und zum Leiden führen kann, ja manchmal sogar im Martyrium enden könnte.
  5. Gemeinden sind dazu berufen, verbindliche Gemeinschaften der Nachfolge und Mission zu sein, Orte der Freundschaft, der gegenseitigen Verantwortlichkeit und eines vielstimmigen Gottesdienstes. Wir teilen Brot und Wein miteinander und stärken unsere Hoffnung, indem wir uns gemeinsam auf Gottes Herrschaft ausrichten. Hier werden Junge und Alte wertgeschätzt, Leiterschaft wird in beratender Haltung ausgeübt, Dienste werden geschlechtsunabhängig und gabenorientiert wahrgenommen, und es wird die Glaubenstaufe praktiziert. Solche Gemeinden wollen wir fördern und entwickeln.
  6. Spiritualität und Ökonomie sind eng miteinander verbunden. In einer individualistischen und konsumorientierten Gesellschaft und in einer Welt voller ökonomischer Ungerechtigkeit sind wir entschlossen, Wege eines einfachen Lebensstils zu finden, großzügig zu teilen, die Schöpfung zu bewahren und uns für Gerechtigkeit einzusetzen.
  7. Frieden ist das Herz des Evangeliums. Als Nachfolger Jesu in einer uneinigen und gewalttätigen Welt suchen wir nach gewaltlosen Alternativen. Wir lernen, wie sich Frieden stiften lässt zwischen einzelnen Menschen, innerhalb und zwischen Kirchen, in der Gesellschaft und zwischen Nationen.

Glaube(n) von selbst und die Verantwortung des Gläubigen nach Eph 4,22ff

Gottes Wort ist kein Lese,- sondern ein Lebe-Wort…Man muss es so in sich einbilden, daß schier eine Natur draus würde.
Martin Luther

 

Dieses Zitat habe ich heute in dem Buch von Helmut Thielicke “Und wenn Gott wäre… Reden über die Frage nach Gott.” gelesen und auch wenn das Thema des Buches ein anderes ist, hat mich dieses Zitat an das Buch von N.T. Wright “Glaube  – und dann?” erinnert, an dem ich jetzt bzw. schon etwas länger sitze.

Ich erlebe es immer wieder, wenn es darum geht wie man als Christ leben sollte und vor allem wie die Entwicklung dieses Lebens von Beginn des Glaubens an ist, dass entsprechend der Konfession geprägt wird, man müsse nur den Geist wirken lassen und darin wandeln und der Rest passiere von selbst, die Gemeinschaft von Christen suchen und/oder stark in der Bibel sein.

Dabei hat alles einzelne seine Richtigkeit, wird mir hier aber teilweise der Gläubige selbst zu wenig in die Verantwortung für sein Leben genommen. Mir gefallen dagegen die Gedankengänge, die Wright in seinem Buch darlegt, in dem er sagt, dass beim Beginn des Glaubens alte Verhaltensgewohnheiten, sprich der alte Charakter, abgelegt und neue Verhaltensgewohnheiten entwickelt und gepflegt werden müssen. Und hier hat der Gläubige selbst eine starke Verantwortung!

Mich erinnert das an die Bibelstelle aus Eph 4,22ff die ich letztens gelesen habe, in der ganz deutlich von klaren Aufforderungen im Bezug auf den ehemaligen Lebenswandel (man kann es auch den Charakter nennen) und auf den neuen Lebenswandel gesprochen wird.

  • V. 22 “den alten Menschen ablegen müsst”
  • V.23 ist besonders interessant, da hier nochmal die innere Erneuerung als Ausgangslage für das Erlernen und Entwickeln des neuen Charakter benannt wird.
  • V.24 “den neuen Menschen anziehet
  • V.25 “legt die Lüge ab und redet die Wahrheit”
  • V.26 “Zürnet ihr, so sündiget dabei nicht”
  • V.28 “Der Dieb stehle fortan nicht mehr, sondern arbeite
  • V.29 “Lasst keine faule Rede aus eurem Munde hervorgehen”

 

 

Paulus zum Abschied / Impuls für (m)einen Leiterwechsel

Heute war mein letztes offizielles Treffen im Leitungsteam von festpunkt. Einem sozial-missionarischem Projekt für Kinder- und Jugendliche und deren Familien aus dem Stadtteil meiner Gemeinde, dass ich zusammen mit 2 anderen Personen 2007 gegründet und seitdem auch geleitet habe. Die Vision dahinter ist,

 Durch festpunkt wollen wir mit Kids und Teens aus Bi-Heepen das Evangelium von Jesus teilen und gemeinsam leben.

Nach so vielen Jahren und unendlichen Begegnungen mit Kindern- und Jugendlichen auf der einen Seite und mit vielen Mitarbeitern auf der anderen Seite gehe ich diesem “Abschied” bzw. Wechsel schon mit einem mulmigen Gefühl entgegen. Ich freue mich, dass zwei gute Leiter folgen und es ein motiviertes Leitungsteam gibt und bin daher guter trotz des Gefühls guter Dinge. Einfach weil ich weiß, dass Gott sein Werk zu Ende führt und so ein Wechsel viele gute Impulse bringen wird. Und ich auch für den Anfang ja in Bielefeld wohnen bleibe und so den Übergang noch gut begleiten kann.

In der Zeit mit Gott am Morgen habe ich die Abschiedsrede von Paulus an die Ältesten der Gemeinde in Ephesus aus Apg 20,17ff. gelesen und konnte daraus am Abend einige Gedanken weitergeben. Solche Texte finde ich interessant, da beim Abschied oder zum Ende hin häufig die wichtigsten Inhalte auf den Punkt gebrachten.

  • Immer wieder betont Paulus, dass er seinen Auftrag treu geblieben ist, Heiden und Juden zu einem Leben mit Jesus aufzurufen und Menschen für dieses Leben auszurüsten (V.20-22; 24; 27; 31), in dem er immer wieder betont worauf es ankommt und das ganze Evangelium weitergegeben hat. –> Egal wie sich so eine Arbeit im Laufe der Zeit verändert: Die Vision muss immer wieder im Blick behalten werden!
  • Er ermutigt die Ältesten auf sich selbst aufzupassen, das eigene Leben mit Jesus im Fokus zu haben, denn nur dann kann der Dienst in der entsprechenden Weise ausgeführt werden und weist sie darauf hin, dass
    • 1. der Heilige Geist sie zu ihrem Dienst berufen ist und
    • 2. Gott unendlich viel (sein eigenes Blut) für die Gemeinde gegeben hat und sie deswegen auf diese Herde an Menschen Acht geben sollen.
  • Paulus weist darauf hin, dass es immer schwierige Zeiten geben wird. Anfeindungen von Außen und häufig viel mehr von Innen, durch eigene Leute, die eine so junge Gemeinde mit verdrehten Lehren verwirren möchten und werden.
  • Zu guter Letzt stellt er sie in Gottes Segen und Aufsicht und unter sein Wort, dass kräftig ist und immer wieder richtungsweisend für das eigene Leben und der Gemeinde ist und sein muss.